30.07.2021 06:28 |

Rekordzahl an Fällen

Japan will den Corona-Ausnahmezustand ausweiten

Die japanische Regierung will den Ausnahmezustand bis zum 31. August auf drei Präfekturen in der Nähe der Olympia-Gastgeberstadt Tokio und die westliche Präfektur Osaka ausweiten. Wirtschaftsminister Yasutoshi Nishimura, der die japanische Pandemiebekämpfung anführt, schlug dies vor einem Gremium aus Experten vor.

Er wolle den starken Anstieg von Coronavirus-Fällen im gesamten Land mit allen Mitteln eindämmen, so der Minister. Die japanische Hauptstadt meldete für Donnerstag eine Rekordzahl von 3865 Infizierten. Damit ist eingetreten, was Experten vor Beginn der Olympischen Spiele prophezeit hatten. Die Lage könne „kritisch“ werden.

Das Hauptproblem seien aber nicht die Olympia-Teilnehmer, sondern der Umstand, dass die Spiele zu diesem Zeitpunkt überhaupt stattfinden, sagte der Politikprofessor Koichi Nakano von der Sophia University in Tokio kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Das durch Medien geschürte Olympia-Interesse trage dazu bei, dass viele Bürger, die über den Notstand frustriert seien, nicht länger wie gefordert zu Hause blieben.

Aufruf an junge Bürger sich impfen zu lassen
Tokios Gouverneurin Yuriko Koike rief die jüngeren Bürger daher auf, sich impfen zu lassen, möglichst zu Hause zu bleiben und die Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des Virus zu befolgen. „Die Aktivitäten junger Menschen sind der Schlüssel (um die Infektionen einzudämmen)“, sagte die Politikerin.

Auch die Corona-Zahlen bei den Olympischen Spielen steigen weiter an. Mit 27 positiven Fällen im Umfeld der Spiele wurde ein neuer Tages-Höchstwert registriert, nachdem es am Donnerstag 24 Neuinfektionen gegeben hatte. Das gaben die Organisatoren am Freitag bekannt. So viele Fälle waren seit Beginn der Erfassung am 1. Juli zuvor noch nicht an einem Tag verzeichnet worden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).