Für den APA/OGM-Vertrauensindex wurden diese Woche rund 500 Österreicher ab 16 Jahren telefonisch befragt, ob sie dem jeweiligen Politiker vertrauen oder nicht. Aus den Ja- und Nein-Stimmen wird dann ein Saldo gebildet.
Darabos und Graf auf letztem Platz gelandet
Wenig erfreulich ist der "Kontostand" für Norbert Darabos, der mit einem negativen Saldo von 39 Punkten gemeinsam mit Martin Graf das Schlusslicht bildet. Graf kann sich trotz seiner 39 Punkte allerdings über einen enormen Zuwachs freuen, immerhin hat er im Vergleich zur letzten Umfrage im Dezember um sechs Punkte zugelegt. OGM-Chef Wolfgang Bachmayer vermutet, dass dies damit zusammenhängen könnte, dass zuletzt weniger Berichte über rechtsextreme Haltungen im Zusammenhang mit Graf erschienen sind. Darabos' Absturz erklärt sich der Experte hingegen mit der Debatte um die Wehrpflicht und die Ablöse von Generalstabschef Edmund Entacher, die auch bei SPÖ-Anhängern zu heftiger Kritik geführt hat.
Aufwind für ÖVP-Spitze
Aufwind verspüren dagegen führende ÖVP-Politiker, so konnte etwa Außenminister Michael Spindelegger vier Punkte zulegen und Vizekanzler Josef Pröll ganze drei Punkte. Spindelegger hält damit bei insgesamt 16 Vertrauenspunkten, der Finanzminister bei sieben. Pröll liegt weiter knapp vor Bundeskanzler Werner Faymann, der jetzt vier Vertrauenspunkte (-1) hat.
Bandion-Ortner verliert deutlich
Bemerkenswert ist auch der ständig zunehmende Vertrauensverlust Bandion-Ortners, die aktuell um beträchtliche zwölf Punkte zurückgefallen ist. Damit kommt die Justizministerin, die bis ins Jahr 2009 die besten Vertrauenswerte aller Regierungsmitglieder erreichte, erstmals ins Vertrauensminus und zwar mit -11 Punkten.
Auffallend ist auch der Vertrauensrückgang für Bundespräsident Heinz Fischer, der zwar mit seinen 47 Punkten weiterhin das Ranking anführt, aber erstmals unter die Marke von 50 Vertrauenspunkten gerutscht ist. Bachmayer vermutet, dass dies beim Oberbefehlshaber des Bundesheers auch mit der Sogwirkung der Wehrpflichtdebatte in Zusammenhang steht.
Opposition konnte Vertrauen gewinnen
Zulegen konnten im aktuellen Vertrauensindex allerdings alle drei Oppositionschefs - BZÖ-Obmann Josef Bucher um vier Punkte, die Grüne Bundessprecherin Eva Glawischnig um drei Punkte und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache um zwei Punkte. Alle drei liegen damit aber immer noch im negativen Vertrauenssaldo: Glawischnig bei minus sechs, Bucher bei minus zehn und Strache bei minus 26 Punkten.









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.