Zeit für Reformen

Oberösterreichs Spitäler haben viel zu viele Betten

Oberösterreich
16.02.2011 08:15
Eine Expertenkommission arbeitet gerade hochgeheim an einer Spitalsreform in Oberösterreich, auch die Gebietskrankenkasse ist darin vertreten. GKK-Obmann Felix Hinterwirth, dem vor allem die sehr hohe Spitalsbettendichte im Land ob der Enns auffällt, fordert "mutige, vor allem aber kluge Reformen".

"Krone": Sie beklagen "als größter Zahler im Spitalswesen" fehlende Mitbestimmungsrechte für die Gebietskrankenkasse.
Felix Hinterwirth: Es gibt erste Pflänzchen der Einbeziehung, etwa in der Erarbeitung der Spitalsreform. Direkt in der Steuerung der Spitäler haben wir – trotz Zahlungen in Höhe von circa 630 Millionen Euro im Jahr 2010 – noch keine Mitsprache. Wohl aber einiges an Ideen.

"Krone": Sie sind für "mutige, vor allem aber kluge Reformen" im Gesundheitssystem.
Hinterwirth: Wir sind gerne bereit, unser Know-how in der Steuerung des Gesundheitswesens einzubringen. Hier sind uns ja auch auf unserem Gebiet schon einige wichtige Veränderungen gelungen.

"Krone": Im Spitalsbereich dürfte Oberösterreich Überkapazitäten haben, bestätigen Landespolitiker.
Hinterwirth: Im Bundesländervergleich haben wir eine sehr hohe Spitalsbettendichte – und im internationalen Bereich liegt Österreich ohnehin weit jenseits aller Durchschnitte. Das Problem: Im Gesundheitswesen gilt die Regel, Betten, die es gibt, werden auch gefüllt. Im Spitalsambulanzbereich deuten die Zahlen eher auf eine bestenfalls durchschnittliche Versorgungsdichte hin.

Kronen Zeitung

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