Verzweifelter Appell

Mutter bittet um Hilfe bei Suche nach Zwillingsmädchen

Ausland
10.02.2011 17:33
Seit zehn Tagen sind die Zwillingsmädchen Alessia und Livia spurlos verschwunden. Erste Hinweise in dem Familiendrama um die vermissten Schweizer Mädchen geben der Mutter (li.) Hoffnung, ihre beiden Töchter noch lebend zu finden. In einem verzweifelten Appell wendete sich Irina Ludici an die Menschen, die die Mädchen vielleicht gesehen haben. Die Ermittler lassen unterdessen nichts unversucht, die sechs Jahre alten Schwestern zu finden.

"Ich appelliere an alle Zeugen, sich zu melden, an alle, die vielleicht meine Töchter Alessia und Livia vor dem Tod ihres Vaters letzten Donnerstag gesehen haben", so Irina Ludici (siehe Video oben). "Offenbar wurden sie auf der Fähre nach Korsika das letzte Mal gesehen. Mittlerweile gilt als gesichert, dass der Mann bei der Rückfahrt von Korsika nicht mehr in Begleitung seiner Töchter war. Jede Information, auch wenn sie nicht so wichtig zu sein scheint, jede Person, die vielleicht auf der Fähre war und meine Töchter gesehen hat, kann helfen. Bitte kontaktieren Sie Polizei, damit wir sie finden."

Polizei untersuchte alle Postkästen
Unterdessen lassen die Ermittler nichts unversucht, die verschwundenen Zwillingsschwestern zu finden. Am Donnerstag konzentrierten sich die Polizeibeamten vor allem auf die Suche nach einem Aufnahmegerät, das der Vater immer bei sich getragen haben soll. Sie hoffen auf eine Botschaft über den Verbleib der Töchter und durchforsten deshalb alle Briefkästen in der Umgebung von Cerignola.

In den vergangenen Tagen waren acht Umschläge mit Geld auf dem Postweg in der Schweiz angekommen, wo die Mutter der Mädchen mit ihren Töchtern lebt. Zwei weitere Briefe wurden in Cerignola in stillgelegten Briefkästen gefunden. Die Ermittler schließen deshalb nicht aus, dass der Vater auch sein Aufnahmegerät mit einer Botschaft in die Schweiz geschickt haben könnte, und durchsuchen daher alle Postkästen rund um den italienischen Ort.

Die bisherigen Untersuchungen haben die Ermittler aus der Schweiz, Italien und Frankreich zu der Erkenntnis gebracht, dass der 43-jährige Familienvater seine Flucht schon länger geplant haben dürfte. In seinem Computer seien einige Hinweise darauf gefunden worden.

Selbstmord nach langer Irrfahrt

Alessia und Livia waren vermutlich am 30. Jänner von ihrem Vater entführt worden, der die Trennung von seiner Frau nicht verkraftet hatte. Einen Tag später schrieb der 43-Jährige in einer Karte aus dem französischen Marseille an seine Frau, er sei verzweifelt und wolle ohne sie nicht leben.

Von Marseille aus setzte der Mann mit einer Fähre nach Italien über - an Bord sollen auch die Mädchen gewesen sein. Das hätten Zeugen bestätigt, wie die Polizei am Mittwoch bekannt gab. Am 3. Februar beging der Vater in Apulien schließlich Selbstmord, indem er sich vor einen Zug warf. Von den Mädchen fehlt noch immer jede Spur.

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