Neue Studien

Streit um Kurbad Aussee – Fronten bleiben verhärtet

Steiermark
10.02.2011 10:35
Traue keiner Studie, die du nicht selbst in Auftrag gegeben hast: Getreu diesem Motto haben im Streit um den neuen Kurbad-Standort in Bad Aussee beide Seiten ein eigenes Papier anfertigen lassen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor - und sie sind höchst unterschiedlich. Die Fronten bleiben verhärtet.

Zur Erinnerung: Das neue Vitalbad soll nach Wunsch von SPÖ und ÖVP auf dem Lerchenreither Plateau entstehen. Dagegen wehrt sich ein Großteil der Kaufmannschaft: Sie befürwortet einen Neubau am bisherigen Standort im Zentrum. Jetzt haben sich beide Seiten mit einer Studie "aufmunitioniert".

"Ängste der Unternehmer sind unbegründet"
Für die Stadt haben die Berater von RegioPlan die Auswirkungen einer Verlegung des Bads auf den Einzelhandel untersucht: Der Umsatz würde um ein Prozent zurückgehen, ein neues Stadthotel könnte das aber wieder wettmachen. Bürgermeister Otto Marl: "Die Ängste der Unternehmer sind unbegründet."

Diese kontern mit einer Studie von Kohl & Partner. Dessen Ergebnis: Ein Abzug des Bads würde zum Ausdünnen des Stadtkerns führen. Sprecher Franz Pleiner: "Unser lebendiges Zentrum mit vielen traditionellen Geschäften würde sehr leiden."

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

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