01.07.2021 16:20 |

„Respekt für Natur“

Josef Pröll neuer Präsident von Jagd Österreich

Die Landesjägermeisterkonferenz hat einen neuen Präsidenten bestellt: Josef Pröll ist ab 1. Juli der neue Chef von Jagd Österreich. Die Landesjagdverbände wollen die Aufgaben und den Nutzen der Jagd stärker hervorheben. 130.000 Jäger gibt es in Österreich, deren Leistungen für die Gesellschaft aufgezeigt werden sollen. Durch die Pandemie suchen zudem mehr Menschen Erholung in der Natur - dadurch müsse auf die Bedürfnisse der Wildtiere noch mehr Rücksicht genommen werden. 

„Jedes Jahr leisten die über 130.000 Jägerinnen und Jäger in Österreich rund 10,6 Millionen ehrenamtliche Stunden zur Förderung und zum Erhalt der heimischen Biodiversität. Wir pflanzen Bäume und Sträucher, säen Wildäcker und Blühflächen und schaffen so Lebensräume für alle wildlebenden Tierarten. Das reicht von Maßnahmen für Auer- und Birkhahn sowie für die Gams im Hochgebirge bis zu Feldhasen und Rebhühnern in den Niederungen“, so der neue Ober-Landesjägermeister Pröll. 

Wildtiere sollen nicht von Erholungssuchenden gestört werden
Gemeinsam mit der Landwirtschaft wolle man bei Jagd Österreich künftig Fehlentwicklungen wie die zunehmende Flächenversiegelung und den Verlust von wertvollen Lebensräumen aufzeigen. „Denn das ist die Grundlage für eine nachhaltige Land- und Forstwirtschaft sowie Jagd gleichermaßen“, so Pröll. Außerdem ziehe es viel mehr Menschen als früher in die Wälder und auf die Wiesen - hier will man auf Sensibilisierungsmaßnahmen setzen. Besonders im Winter und während der Hitze im Sommer seien die Wildtiere Stress ausgesetzt, jede Form des Energieverlusts könne zur Erschöpfung führen und die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und Seuchen werde erhöht.

Übersiedelung von Verbänden soll Kosten einsparen
Die Zusammenarbeit mit Land- und Forstwirtschaft soll Synergieeffekte bringen. Jagd Austria und der Wiener Landesverband ziehen in das Haus der Landwirtschaftskammer Wien in der Gumpendorfer Straße 15. So will man die Zusammenarbeit erleichtern, die Effizienz erhöhen und Kosten einsparen. Für seine 1,5-jährige Amtszeit hat sich Pröll schon einen Fokus gesetzt: „Für mich sind Respekt vor Eigentum, Naturschutz sowie der Erhalt von gesunden Lebensräumen für unsere Wildtiere und deren Entwicklung die Schwerpunkte meiner Arbeit.“

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