25.06.2021 14:36 |

„Wir geben nicht auf“

Haus in Miami eingestürzt: 4 Tote, 159 Vermisste

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida wächst die Befürchtung, dass die Zahl der Opfer deutlich steigen könnte. 159 Menschen gelten als vermisst, vier Todesopfer sind zu beklagen. Rettungsteams sind in Surfside nahe Miami Beach mit Spürhunden, Spezialkameras und Horchgeräten im Einsatz. Hin und wieder seien Klopfgeräusche aus den Trümmerbergen zu hören. Elf Menschen wurden verletzt, 37 Menschen aus dem Gebäude befreit.

„Nichts anderes zählt. Wir geben nicht auf“, so Surfsides Bürgermeister Charles Burkett über den Rettungseinsatz, der rund um die Uhr andauert. „Wie eine Palatschinke“ sei der Wohnkomplex in sich zusammengestürzt. „Das ist herzzerreißend, denn für mich bedeutet das, dass wir bei der Suche nach Überlebenden nicht so erfolgreich sein werden, wie wir es gerne wären.“ Regen habe die Suche nach Überlebenden zusätzlich erschwert.

Es sei eine schwere Nacht gewesen, so auch die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava.

Notstand ausgerufen
Um zusätzliche Mittel und Material nach dem Unglück freizugeben, rief Floridas Gouverneur Ron DeSantis den Notstand aus. Dieser wurde von Präsident Joe Biden am Freitag bestätigt, um so auch Bundesmittel zur Verfügung stellen zu können. Auch die Katastrophenschutzbehörde FEMA ist eingeschaltet. Bereits am Donnerstag hatte Biden betont, wo immer der Bund helfen könne, werde er das tun. „Wir sind da.“

Stadtrat Charles Kesl sagte dem Sender CNN, er hoffe auf weitere Überlebende. „Realistisch gesehen bin ich aber nicht sicher, wie viele oder ob überhaupt jemand lebend geborgen und gefunden wird.“

Video: Zwölfstöckiges Haus eingestürzt

Fakten

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht auf Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Die Ursache ist weiter ein Rätsel. Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex aus den 1980er-Jahren sei erst kürzlich im Rahmen einer routinemäßigen Inspektion von Experten untersucht worden.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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