10.06.2021 07:00 |

Gastro-Lockerungen

Aufsperren zahlt sich für Clubs noch nicht aus

Ab heute können Gastro-Betriebe die Sperrstunde auf 24 Uhr ausdehnen, es kommt auch zu Lockerungen bei Abstandsregeln und Anzahl der Gäste pro Tisch. Für Nachtlokale lohnt sich das Aufsperren unter diesen Umständen trotzdem kaum. Sie wollen erst starten, wenn Abstandsregeln und Co. fallen, heißt es etwa in Graz.

„Eine Club-Nacht nur mit Sitzplätzen, auf Abstand zu anderen Gästen und ohne Barbetrieb geht einfach nicht“, sagt Wolfgang Nusshold, Betreiber der Nachtlokale Kottulinsky und Three Monkeys im Grazer Univiertel. Seine Clubs bleiben deshalb nach Monaten des Stillstands weiterhin geschlossen.

Lokale bis 24 Uhr geöffnet
Bis 24 Uhr dürfen Lokale mit den mit 10. Juni in Kraft tretenden Gastro-Lockerungen offen haben. Außerdem wird die Abstandsregel von zwei Metern auf einen Meter verringert, wodurch auch wieder mehr Tische besetzt werden können. Bis zu acht Personen sind nun im Innenbereich an einem Tisch erlaubt - im Gastgarten bis zu 16. Ein Bier gemütlich an der Bar zu trinken, bleibt aber weiterhin untersagt.

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Für die Gastronomie allgemein sind die weiteren Lockerungen eine große Erleichterung. Vor allem auch in Hinblick auf die Fußball-EM.

Klaus Friedl, Gastro-Spartenobmann in der steirischen Wirtschaftskammer

„Für die Gastronomie allgemein sind die weiteren Lockerungen eine große Erleichterung. Vor allem auch in Hinblick auf die Fußball-EM“, sagt Klaus Friedl, Gastro-Spartenobmann in der steirischen Wirtschaftskammer. In der Nachtgastro hält sich der Optimismus aber noch in Grenzen.

Die Bundesregierung hat am Mittwoch zunächst in Aussicht gestellt, dass ab Juli für die Gastronomie sämtlich Einschränkungen fallen sollen - bis auf die 3-G-Regel (getestet, genesen oder geimpft). Bei Disco-Betreibern machte sich kurz Jubelstimmung breit, ehe der Gesundheitsminister zurückruderte: Tanzen und Trinken an der Bar sollen auch weiterhin untersagt bleiben.

Disco bis Mitternacht und auf Sitzplätzen
Solange das so bleibt, denkt auch Martin Fritz, Chef der Bollwerk-Gruppe, nicht ans Aufsperren: „Das macht so keinen Sinn. In der Disco an Tischen zu sitzen und Abstand zu halten funktioniert nicht“, so Fritz. Über die Kommunikation der Bundesregierung und den kurzen Hoffnungsschimmer ärgert sich das Disco-Urgestein. Auch in der Postgarage, einem der beliebtesten Grazer Clubs, werden die Lichter nicht angehen, solange uneingeschränktes Feiern nicht per Gesetz wieder möglich ist, wie Betreiber Guido Granitz sagt.

Wer es nicht mehr erwarten kann, hat schon ab 11. Juni im Excalibur in Hartberg Gelegenheit, Disco-Luft zu schnuppern - mit reservierten Sitzplätzen und Sperrstunde um Mitternacht.

Hannes Baumgartner
Hannes Baumgartner
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