09.06.2021 08:01 |

Warten auf Ergebnis

Knappes Rennen bei Präsidentenwahl in Peru

Zwei Tage nach der Stichwahl um das Präsidentenamt in Peru liefern sich beide Kandidaten weiterhin ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der linksgerichtete Bewerber Pedro Castillo lag am Dienstagnachmittag (Ortszeit) nach Auszählung von gut 96 Prozent der Stimmen mit 50,24 Prozent weiterhin knapp in Führung.

Seine rechtspopulistische Rivalin Keiko Fujimori konnte ihren Rückstand auf Castillo aber leicht verkürzen. Der Gewerkschafter hat den jüngsten Angaben zufolge einen Vorsprung von 84.000 Stimmen. 15 Stunden zuvor waren es noch fast 98.000 Stimmen gewesen.

„Indizien für Wahlbetrug“
Fujimori, die bei Bekanntgabe der ersten Teilergebnisse noch vor Castillo gelegen hatte, hatte am Montagabend von angeblichen „Indizien für Wahlbetrug“ gesprochen. Rund 200 ihrer Anhänger protestierten am Dienstag vor der Zentrale der Wahlkommission in Lima. Castillo hingegen sprach auf Twitter von „einer Renaissance des neuen Friedens“ und rief dazu auf, „bei der Verteidigung der Demokratie wachsam“ zu sein.

Die Wahlbehörde bestritt Unregelmäßigkeiten bei der Stimmenauszählung und auch die Wahlbeobachter der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) stellten einen ordnungsgemäßen Ablauf der Wahl fest. Fujimori, Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, bewirbt sich bereits zum dritten Mal um das Staatsamt.

Bis zur Verkündung des amtlichen Endergebnisses könnten noch mehrere Tage vergehen. Als Zünglein an der Waage könnten sich dabei die mehr als eine Million Stimmen von Peruanern erweisen, die im Ausland abgestimmt haben.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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