07.06.2021 12:13 |

„Falsches Zeichen“

Kopfschütteln! Heer fördert Computerspieler

Der Kärntner Fabio Özelt ist Österreichs erster E-Sportler, der vom Heeresleistungszentrum gefördert wird. Das sorgt in der Sportszene für viel Aufregung. Kärntens Landessportdirektor Arno Arthofer: „Es ist ein falsches Zeichen für die Jugend“.

Kärntens Billard-Profi Albin Ouschan, seines Zeichens Welt- und Europameister, kam nie im Heeresleistungssportzentrum unter. Die Klagenfurter Kanutin Nina Weratschnig, zweifache Team-EM-Bronzene, flog heuer raus. Und jetzt präsentierte Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner voller Stolz „E-Sport“ als neue Trendsportart des HLSZ – und nahm den Kärntner Fabio Özelt als allerersten Computerspieler (!) im Leistungszentrum auf.

Für den 19-Jährigen (Platz 109 der Europa-Rangliste) eine tolle Sache – er kassiert monatlich gut 1400 €, kann sich rund um die Uhr seinen Konsolenspielen widmen, wird professionell betreut. Für Sportler, die sich aber tatsächlich aktiv bewegen und nicht vor dem TV sitzend das virtuelle Fußballspiel FIFA zocken, ist’s ein Affront.

So empfindet es auch Kärntens Landessportdirektor Arno Arthofer: „Es geht gegen alle Prinzipien, die wir verfolgen. Der Begriff Sport ist hier falsch. Einen Computerspieler aufzunehmen, so begabt er auch ist, hat keine Vorbildwirkung, ist ein falsches Zeichen.“

Tanner selbst betont: „Wir haben das Potenzial, das in E-Sport steckt, erkannt!“ Jenes, Stubenhocker zu züchten. . .?

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