Bergrettung rückte aus

Wanderer irrten wegen Google Maps 7 Stunden umher

Ein Ausflug zweier deutscher Wanderer (29, 31) auf die Drachenwand bei Mondsee (Oberösterreich) endete mit einem Bergrettungseinsatz. Beim Abstieg kamen sie vom Steig ab, verließen sich auf Google Maps. Insgesamt irrte das Duo sieben Stunden auf dem Berg herum.

Um 13 Uhr machten sich am Montag zwei Deutsche (29 und 31 Jahre) aus Baden-Württemberg auf den Weg. Über den Klettersteig in St. Lorenz erklommen sie den Berg und erreichten gegen 16 Uhr den Gipfel. Bis dorthin war auch noch alles in Ordnung, doch der Abstieg wurde für die Wanderer zum großen Problem. Sie verloren die Markierungen aus den Augen und folgten Steigspuren, die sie zu einer Forststraße führten.

In völliger Orientierungslosigkeit nahmen die Deutschen Google Maps als Hilfe. Dabei bemerkten sie, dass sie in die komplett falsche Richtung unterwegs waren und vertrauten der Route im Internet. „Das kommt leider öfters vor. Oft werden da aber Stege oder Wege angezeigt, die es gar nicht gibt oder die nicht bewältigbar sind“, weiß Christoph Preimesberger, Chef der oberösterreichischen Bergrettung.

Mittels Tau geborgen und ins Tal gebracht
Gegen 20.15 Uhr mussten seine Kollegen die Kletterer bergen. Zuvor querte das Duo noch das Bachbett des Klausbach und wollte durch unwegsames und felsdurchsetztes Gelände nach St. Lorenz absteigen. Vor einer 40 Meter hohen Felswand war Endstation. Die Wanderer konnten weder vor noch zurück und setzten einen Notruf ab. Gegen 21 Uhr wurden sie von der Hubschrauber-Crew der Polizei lokalisiert und mittels Tau geborgen und sicher ins Tal gebracht.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Dienstag, 28. September 2021
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