25.05.2021 12:04 |

Trotzten dem Wetter

Partytiger im Polizeivisier: Hunderte Anzeigen

Das heurige Pfingstwochenende stellte die Exekutive nach Lockdown-Ende vor allem hinsichtlich Partys vor Herausforderungen. Laut Innenministerium wurden von Freitag bis Montag 772 Anzeigen und 239 Organmandate nach Covid-19-Maßnahmengesetz sowie 13 Organmandate nach dem Epidemie-Gesetz ausgestellt. Trotz des nasskalten Wetters hielten zahlreiche im Freien feiernde Partytiger die Polizei auf Trab.

Die alljährlich üblichen Pfingst-Kontrollen auf den heimischen Straßen der Exekutive - mit einem Todesopfer wurde der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen gemeldet - wurden Corona-bedingt in diesem Jahr um einige Einsatz-Schwerpunkte erweitert. Wenige Tage nach der landesweiten Öffnung der Gastronomie ging es auch darum, die wieder erlangten Freiheiten in gesetzlichen Grenzen zu halten.

Teils hochriskante Einsätze
Und dies entwickelte sich an gleich mehreren Örtlichkeiten in Österreich zu explosiven, teils höchst riskanten Einschreitungen. Während es bereits Freitagnacht am Wiener Donaukanal zu einem Zusammentreffen von bis zu 1500 - großteils maskenlosen - Partytigern kam, waren es Samstag und auch am Sonntag im Grazer Stadtpark mehrere Hundert Feiernde. um die sich die Polizisten kümmern mussten.

„Im Zuge des Polizeieinsatzes in Steiermarks Landeshauptstadt kam es auch zu einer Massenschlägerei. Einschreitende Beamte wurden sogar mit Glasflaschen beworfen“, schildert Innenminister Karl Nehammer die erschreckenden Szenen. In Innsbruck wiederum lösten Uniformierte eine illegale Party mit über 500 Gästen auf.

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Eine besondere Herausforderung stellten zahlreiche illegale Veranstaltungen und Partys dar, bei denen Polizeibedienstete einschreiten mussten.

Innenminister Karl Nehammer

Keine Anzeigen bei Wiener Partys
Aufgrund der Tatsache, dass es am Donaukanal in Wien sehr eng war und der Kanal ohne Schutzeinrichtung angrenzt, musste auch die Wiener Polizei am Freitagabend mit „Fingerspitzengefühl“ vorgehen, sagte Polizeisprecher Daniel Fürst. Die Partyleute waren allerdings einsichtig und lösten das Treffen von selbst noch vor Mitternacht auf. Anzeigen gab es keine - Nehammer appellierte aber erneut, sich weiterhin an die Hygienemaßnahmen zu halten.

Am Sonntag feierten in der Wiener Innenstadt rund 1000 Menschen eine Party am Karlsplatz. Die Leute kamen mit Lautsprecherboxen, um Musik abzuspielen. Als jedoch die Polizei bei der Örtlichkeit eintraf, packten die Tanzwütigen freiwillig zusammen. Anzeigen gab es keine, so Fürst, auch wenn der Mindestabstand meist nicht eingehalten worden war.

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