17.05.2021 12:00 |

Schröcksnadel-Erbe

Neuer ÖSV-Boss: In Grödig geht‘s ans Eingemachte

In der Causa Schröcksnadel-Nachfolge tagen am Dienstag die neun Landes-Ski-Präsidenten in Salzburg. Beim Wahlausschuss müssen die Karten auf den Tisch. Dort sollte dann endgültig der Weg frei für Michael Walchhofer gemacht werden. „Aber ich habe in den letzten Monaten viel erlebt“, meinte Salzburgs Ski-Boss Bartl Gensbichler.

Viel wurde in den vergangenen Wochen geredet, manches zerredet. Aber irgendwann müssen in der Causa Schröcksnadel-Nachfolge Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Neuwahl des ÖSV-Präsidenten nach 31 sehr erfolgreichen Jahren erfolgt zwar erst bei der ÖSV-Länderkonferenz am 19. Juni in Villach.

Persönliches Treffen statt Videokonferenz
Aber schon am Dienstag geht es bei der Wahlausschuss-Sitzung in Grödig ans Eingemachte. Denn da tagen die neun Landespräsidenten erstmals nach langer (Corona-)Pause nicht per Video-Konferenz, sondern im persönlichen Rahmen. Die Kandidaten müssen dabei ihre Bewerbungen einbringen. Michael Walchhofer, Ex-Abfahrtsweltmeister und Hotelier aus Zauchensee, gilt als Favorit. Ob auch seine Konkurrentin, Ex-Abfahrtsweltmeisterin Renate Götschl, einen Antrag abgibt, ist offen. Weitere Kandidatinnen oder Kandidaten sind Salzburgs Skiboss Bartl Gensbichler nicht bekannt, Überraschungen erwartet er nicht. „Aber ich hab’ in den letzten Monaten viel erlebt“, ergänzt der 64-Jährige.

Es geht auch um die Vize-Präsidenten
Worum geht’s beim Wahlausschuss? Man sollte sich dort nicht nur auf einen einzigen Kandidaten für die Wahl am 19. Juni festlegen, sondern auch das Präsidium bestimmen. Es geht also um die Vize-Präsidentinnen und Präsidenten (derzeit gibt es fünf, mit Walchhofer und Roswitha Stadlober zwei aus Salzburg), den Finanzreferenten und den Schriftführer.

Auch zweite Wahlausschuss-Sitzung denkbar
Für wen Gensbichler und die meisten Landesbosse in der „Einser-Frage“ sind, ist klar: „Michi Walchhofer war jener Kandidat, der als Erster da war und der immer noch da ist. Alles andere wurde reininterpretiert. Ich weiß auch bis heute nicht, ob Renate Götschl überhaupt als Vize-Präsidentin zur Verfügung stehen würde.“ Sollten sich die Landeskaiser nicht einigen? „Dann müsste der Wahlausschuss in einer Woche erneut tagen“, sagt Gensbichler. Darauf hofft keiner.

Herbert Struber
Herbert Struber
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