Integrationsfonds:

Jeder Fünfte in OÖ hat einen Migrationshintergrund

Jede 5. Person, die Anfang 2020 in Oberösterreich lebte, hatte einen Migrationshintergrund, zeigt der Österreichische Integrationsfonds anlässlich der Herausgabe einer neuen Broschüre auf. LH Thomas Stelzer und Ministerin Susanne Raab, ÖVP, betonen die Bedeutung von Sprachen und Werten für die Integration.

19,5 Prozent der in Oberösterreich lebenden Menschen hatten zu Jahresbeginn 2020 Migrationshintergrund, das bedeutet, dass beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Österreichweit waren es 23,7 Prozent. Eine andere Kategorie ist „im Ausland geboren“: Rund 237.300 solcher Personen lebten Anfang 2020 in Oberösterreich, das entsprach 15,9 Prozent der oberösterreichischen Bevölkerung von 1.490.279 Personen. Der österreichweite Durchschnitt betrug 19,8 Prozent.

Gut die Hälfte der im Ausland geborenen Personen in Oberösterreich (54,5 Prozent) stammen aus Drittstaaten (außerhalb EU bzw EWR). Die am stärksten vertretenen Nationen sind Bosnien-Herzegowina (15,6 Prozent), Deutschland (14,3 Prozent) und Rumänien (10,2 Prozent). Gebürtige Afghanen liegen auf Platz 9, gebürtige Syrer auf Platz 12 - wobei sich bei beiden Nationen der „Flüchtlingssommer“ von 2015 auch in Oberösterreich niedergeschlagen hat. Nicht alle sind nur durchgezogen.

Sprachprobleme
„Ein klarer Fokus auf das Erlernen der deutschen Sprache und die Vermittlung unserer Werte sind für gelungene Integration entscheidend“, sind sich LH Thomas Stelzer und Integrationsministerin Susanne Raab einig. Das gilt im Bildungsbereich, wo der Anteil von Jugendlichen ohne Pflichtschulabschluss bei jenen mit nichtdeutscher Umgangssprache mehr als viermal so hoch ist, als bei jenen mit deutscher Umgangssprache. Und am Arbeitsmarkt, wo 2019 die Arbeitslosenquote bei Ausländern mit 11,1 Prozent doppelt so hoch gewesen ist, als bei österreichischen Staatsangehörigen mit 5,5 Prozent.

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Mittwoch, 23. Juni 2021
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