12.05.2021 06:00 |

7,7 Milliarden Euro

Kontrolle statt Transparenz bei Kurzarbeit-Geldern

Für Kurzarbeit flossen 7,7 Milliarden Euro an Unterstützung an Betriebe. Eine Auflistung, wer wie viel bekommen hat, gibt es nicht.

Mit bisher ausbezahlten 7,7 Milliarden Euro ist die Kurzarbeit einer der größten Teile der Wirtschaftshilfen. Eine Aufschlüsselung, welches Unternehmen wie viel bekommen hat, gibt es nicht, denn die Kurzarbeit fällt nicht unter die von der EU vorgegebene Veröffentlichungspflicht für Corona-Hilfen über 100.000 Euro. Auf dieser Liste ganz oben stehen, die „Krone“ berichtete, unter anderem Textilkonzern H&M auf Platz 1, aber auch Wiener Nobelrestaurants oder die Novomatic-Tochter Admiral.

Man erfülle die Vorgaben der EU-Kommission mit den bisher erfolgten Meldungen, erklärt das Finanzministerium. Mit weiteren Veröffentlichungen - etwa welche Unternehmen in welchem Ausmaß Kurzarbeit in Anspruch genommen haben - sei daher nicht zu rechnen, heißt es aus Beamtenkreisen.

Missbrauch der Hilfen schließe man über die Schwerpunkt-Kontrollen der Finanzpolizei aus, so Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP). Davon gab es bisher 8842, insgesamt wurden von April 2020 bis April 2021 rund 33.000 Betriebe kontrolliert und Strafen in der Höhe von 1,5 Millionen Euro verhängt.

Derzeit sind 306.000 Menschen in Kurzarbeit, 340.973 arbeitslos. Mit den Öffnungsschritten am 19. Mai rechnet Arbeitsminister Martin Kocher (ÖVP) mit 150.000 Personen, die wieder in die normale Arbeit wechseln.

Teresa Spari
Teresa Spari
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 22. Juni 2021
Wetter Symbol