Diskussion um Verkauf

„Die Gemeinde Vorchdorf lässt 240.000 Euro liegen“

Rund um den Verkauf eines 1700 Quadratmeter großen Gemeindegrundstücks um einen Euro ist in Vorchdorf neuerlich eine Diskussion ausgebrochen. Bürgerlisten-Chef Albert Sprung fordert die Rückabwicklung des Deals mit der Firma eines ÖVP-Politikers. Es soll zwei Interessenten geben, die pro Quadratmeter rund 200 Euro bieten würden. ÖVP und FPÖ lehnen den Vorstoß aber ab.

„Die Aufsichtsbehörde hat alles geprüft. Für sie war alles in Ordnung“, sieht der Vorchdorfer Vizebürgermeister und künftige ÖVP-Spitzenkandidat Johann Mitterlehner beim Euro-Deal keinen Grund für einen Rückzieher. Wie berichtet, hat die Gemeinde an die Firma eines ÖVP-Gemeinderats das ehemalige Feuerwehrgelände um einen Euro verkauft. Begründet wurde das mit den hohen Abrisskosten von rund 190.000 Euro (was einem Quadratmeterpreis von 115 Euro bedeuten würde) und auch weiteren Auflagen beim Bauvorhaben, wie etwa der verpflichtenden Errichtung einer Tiefgarage.

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Beim Abriss handelt sich um Arbeiten am Depot und am Nebengebäude, das birgt viel Risiko. Dieses war die Firma bereit einzugehen. Deshalb hat der Preis auch seine Richtigkeit.

Freiheitliche Vize-Ortschef Alexander Schuster.

Zwei Angebote für 200 Euro pro Quadratmeter
Laut Albert Sprung von der Bürgerliste könnte die Gemeinde mit einer Rückabwicklung aber 240.000 Euro mehr aus dem Deal herausholen. Diese Summe ergibt sich aus der Differenz der Zahlung an die Firma für die bereits getätigten Abrissarbeiten und dem Angebot von zwei Firmen aus Vorchdorf und Bad Wimsbach, die bereit sind pro Quadratmeter 200 Euro zu bezahlen. Dass die Abrissarbeiten weit über 100.000 Euro ausmachen könnten, bezweifelt Sprung, dem nun Abriss-Angebote vorliegen.

„Die Gemeinde hat sich bei der Berechnung der Abbruchkosten auf das Schätzgutachten eines damals 78-Jährigen verlassen. Statt einer Ausschreibung wurden zwei Pauschalangebote eingeholt.“

Mario Zeko
Mario Zeko
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Freitag, 17. September 2021
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