08.04.2021 22:17 |

Hinter dem Plansoll

Öko-Ziele: Druck auf Länder für Umsetzung steigt

Bei der Energiewende geraten die Bundesländer immer stärker unter Druck: Weil beim Ausbau von Wind-, Wasser- und Sonnenkraft zu wenig passiert, fordern Branchenvertreter deshalb jetzt auch von der Politik in Kärnten mehr Anstrengungen beim Klimaschutz.

Das Potenzial ist groß, wie eine aktuelle Studie zeigt. Der Süden ist beim Ausbau der Erneuerbaren Stromproduktion auf Kurs. Um die rot-weiß-roten Klima- und Energieziele zu erreichen, sind jedoch große Anstrengungen notwendig, mahnen der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und die Österreichische Energieagentur.

Ziele werden verfehlt
Denn wie eine Donnerstag, präsentierte Studie zeigt, hinken die die Bundesländer dem Plansoll weit hinterher. „Die Summe der Länderziele liegt deutlich unter den nationalen Gesamtzielen - es besteht massiver Anpassungsbedarf“, alarmiert Studienautor Günter Pauritsch (Energieagentur) die Energiereferenten der Bundesländer.

Mit den derzeitigen Maßnahmen und Länderzielen würden die Staatsziele Klimaneutralität bis 2040 und 100 Prozent Ökostrom bis 2030 weit verfehlt werden. Genug Ausbaupotenzial bei Wind-, Wasser-, und Sonnenkraft sei vorhanden. Doch die Rahmenbedingungen bremsen.

Die Bürokratie bremst
Vor allem bei Wind und Fotovoltaik wird Bürokratieabbau gefordert, um den Ausbau zu beschleunigen. „Damit Österreich 2040 klimaneutral sein kann, muss Kärnten bis zum Jahr 2040 146 Prozent erneuerbaren Anteil am Gesamtenergieverbrauch schaffen (mit Export).“

Ausbaupotenziale seien vorhanden. In Kärnten müssten bei Windkraft und Fotovoltaik die gesetzten Ausbauziele um zwei Drittel erhöht werden. Ein Ausbau von 400 Gigawattstunden Wind- und 600 GWh Sonnenstrom sei notwendig, erklären die Energieexperten.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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