06.04.2021 19:20 |

Demo für Lokal-Öffnung

Krawalle bei Corona-Protesten vor Parlament in Rom

Bei einem Protest von Geschäfts- und Lokalinhabern für die Wiedereröffnung ihrer Läden und Restaurants ist es am Dienstagnachmittag vor dem Parlament in Rom zu Krawallen gekommen. Ein Polizist wurde verletzt, nachdem die Demonstranten versucht hatten, die Absperrung der Ordnungskräfte zu durchbrechen.

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Viele der Anwesenden trugen keine Masken. Ein Demonstrant trug eine Pelzmütze mit Hörnern wie die des Mitglieds der Q-Anon-Bewegung, das im Jänner den US-Kongress in Washington gestürmt hatte.

Rechtsradikale unter Demonstranten
„Wir sind Unternehmer, keine Kriminellen“, riefen die Demonstranten, die „Freiheit, Freiheit“ skandierten. Dutzende Menschen näherten sich mit erhobenen Händen den Sicherheitssperren, riefen Sprechchöre und baten darum, den Regierungssitz Palazzo Chigi betreten zu dürfen. Dem Protest schlossen sich viele Aktivisten der rechtsradikalen Partei CasaPound an.

„Wir sind hier, um die Italiener zu unterstützen, die nicht aufgeben und die den Mut haben, sich einem kriminellen Management des Gesundheitsnotstands der Regierung zu widersetzen“, erklärte Luca Marsella, Gemeinderatsmitglied von CasaPound in Rom. Die Schließung vieler Aktivitäten würde auf Regierungsverordnungen basieren, die bereits von mehreren Gerichten für verfassungswidrig erklärt worden seien, so Marsella.

„Geschäftsinhaber sind die neuen Armen“
Zu Protestaktionen gegen die von der Regierung bis zum 30. April beschlossenen Schließung von Geschäften und Lokalen kam es auch in Mailand, Florenz und Neapel. „Arbeit, Arbeit“, riefen einige Markthändler, die sich vor dem Mailänder Zentralbahnhof versammelten. In Neapel blockierten Hunderte Demonstranten eine Autobahnstrecke. „Die Geschäftsinhaber sind die neuen Armen“, betonten die Demonstranten, die unzulängliche Stützungsmaßnahmen seitens der Regierung beklagten.

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