31.03.2021 07:05 |

Bis zu 30 Aktivisten

Abschiebeflug: Weiterer Polizeieinsatz am Airport

Nach der Blockade der A4 am Dienstagvormittag und den daraus resultierenden 76 Festnahmen sowie Dutzenden Anzeigen - darunter auch für die Wiener Ex-Vizebürgermeisterin Birgit Hebein - sind auch am Abend zahlreiche Polizisten am Flughafen Wien im Einsatz gestanden. Mehrere Demonstranten versuchten offenbar aus Protest gegen die Abschiebung mehrerer Afghanen, auf das Flughafenareal zu gelangen. Auch der Hubschrauber „Libelle“ stand im Einsatz.

Zahlreiche Beamte hatten am Parkplatz vor dem Terminal Stellung bezogen, von dem aus der Abschiebeflug in Richtung Kabul am späten Abend startete. Zudem standen zusätzliche Kräfte auf der Autobahnabfahrt, der B9 sowie dem Steinriegelweg in Richtung Mannswörth im Einsatz, wie die „Krone“ vor Ort beobachten konnte.

Demonstranten von Polizei abgewiesen
Teils zu Fuß, teils mit Fahrrädern hätten immer wieder Demonstranten - die „Krone“ zählte zumindest 20 bis 30 Personen - versucht, durch die Absperrungen zu gelangen. Sie wurden von der Exekutive jedoch abgewiesen. Wie es seitens der Polizei hieß, seien einige Aktivisten auch mit Zügen angereist, um auf diese Weise auf das Flughafengelände zu kommen.
Auch aus der Luft wurden der Einsatz und das Geschehen am Boden überwacht, so kreiste die „Libelle“ über dem Areal.

Stundenlange Blockade der A4
Wie berichtet, hatten bereits am Dienstagvormittag mehr als 50 Aktivisten auf der Ostautobahn für einen Polizeigroßeinsatz und einen kilometerlangen Stau gesorgt, als sie die A4 und die mehrspurige Zufahrt zum Flughafen blockierten, um gegen die Abschiebung mehrerer Afghanen zu protestieren. Bis in den Nachmittag hinein dauerte die Räumung der Blockade an, mehrere Demonstranten weigerten sich, die Protestaktion zu beenden, und mussten in der Folge von der Straße weggetragen werden.

76 Festnahmen, Dutzende Anzeigen
Schlussendlich wurden laut Angaben von Polizeisprecher Johann Baumschlager insgesamt 76 Demonstranten vorübergehend festgenommen, zudem gab es Dutzende Anzeigen nach der Covid-Maßnahmenverordnung und der Versammlungsordnung.

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