21.03.2021 06:05 |

„Krone“-Interview

Der „Kaiser“ über den Kino-Klammer

Olympia-Gold in Innsbruck 1976 machte Franz Klammer unsterblich. Darüber wird gerade ein 5,5-Millionen-Euro-Film gedreht. Die „Krone“ sprach mit unserem Ski-Helden.

„Krone“: Jetzt gibt es nach einem Niki-Lauda-Biopic einen Franz-Klammer-Film. Macht Sie das stolz?
Franz Klammer: Das war für mich ein einschneidendes Erlebnis, und es hat mein ganzes Leben geändert. Dass das einen Film hervorbringt, macht mich schon sehr stolz.

Wie haben Sie auf die Idee zum Film reagiert, was war Ihnen diesbezüglich wichtig?
Man macht viele Porträts und Dokumentationen - also warum eigentlich nicht? Ein Betreiber der ganzen Geschichte war der Christian Kresse von der Kärntner Werbung, der ist stark dahintergestanden und hat gesagt, das sollten wir unbedingt machen. Und ich habe dann gesagt, okay, machen wir es halt. Es steht und fällt mit dem Drehbuch, wie man immer so schön sagt.- Lacht

Was wird im Film erzählt, was wir vielleicht über den „Kaiser“ Klammer, den Ski-Helden, noch nicht wussten?
Es wird die ganze Woche in Innsbruck in den Film vorkommen. Es gibt Seitengeschichten, die gewesen sind, die man so nicht weiß, die wir nicht verarbeitet haben. Es ist ja ein Kinofilm.

Was war Ihnen bei der Besetzung der Schauspieler, vor allem bei Ihrer Rolle wichtig?
Ich bin eigentlich sehr happy. Es ist ein junger Bursch, flotter Bursche, Kärntner auch noch dazu. Wichtig ist halt, dass er meinen Charakter rüberbringt, aber das kann ich ja auch nicht beurteilen. Also vom Gefühl her gefällt mir mein Franz Klammer, der mich spielt, eigentlich ganz gut.

Sprechen Sie mit den Schauspielern, die Sie und Ihre Frau Eva spielen?
Ja, natürlich. Wir sind zusammengesessen und haben geplaudert. Wir telefonieren auch manchmal, damit das sehr glaubwürdig und gut wiedergegeben werden kann. Man hat es beim Niki gesehen, Daniel Brühl hat ihn sehr sehr gut darstellen können. Ich hoffe, dass das Julian (Julian Waldner, Anm.) auch so gut zusammenbringt.

Würden Sie alles wieder so machen, wie Sie es bei Ihrer Olympiasiegesfahrt 1976 gemacht haben?
Da es funktioniert hat - also warum sollte ich es ändern? Es war mir wichtig, dass ich einfach die Sachen mache, die mir den Erfolg garantieren. Die Garantie hat man aber sowieso nicht, die Umsetzung muss man erst schaffen. Man muss im Vorfeld alles so machen, damit man funktionieren kann, damit der Körper und der Geist in so einer Drucksituation funktionieren können.

Beim Stichwort: Wie hat Corona Ihr Leben verändert?
Ich nehme es so, wie es ist. Das war von Haus aus immer meine Stärke, dass ich Situationen so genommen habe, wie sie waren, und das Beste daraus mache. Ich bin zum Zuschauen verurteilt. Was ich auch mache, ich schaue jedes Skirennen an. - Lacht. - Und ich versuche, mich sportlich fit zu halten, damit ich bereit bin, wenn es wieder losgeht.

Norman Schenz
Norman Schenz
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