19.12.2010 14:21 |

Als Nebenjob

Quartett verkaufte im Pongau Drogen um 370.000 Euro

Einen Drogenhandel im großen Stil hat die Polizei in St. Johann im Pongau auffliegen lassen. Neben ihrer Arbeit sollen vier Männer über Jahre hinweg Suchtgift eingekauft und in Salzburg wieder verkauft haben, außerdem betrieben sie zwei Cannabisplantagen. So dürften sich die Männer über 370.000 Euro dazuverdient haben.

"Wir sind den Dealern schon länger auf den Fersen. Jetzt haben wir den Handel auffliegen lassen", berichtet Thomas Winkler vom Bezirkspolizeikommando in St. Johann. Vier Männer im Alter zwischen 25 und 30 Jahre wurden angezeigt. "Zwei von ihnen sind amtsbekannt, zwei noch unbescholten", so Winkler.

Seit 2005 als Nebenjob mit Drogen gehandelt
Als "Nebenjob" zog das berufstätige Quartett seit 2005 einen Drogenhandel im großen Stil auf. Teils in Österreich, teils in Tschechien kauften die vier abwechselnd die Drogen verschiedenster Art ein und transportierten sie nach Salzburg. Insgesamt dürften sie so etwa sechs Kilogramm Cannabis-Harz, 15 Kilogramm Cannabis-Kraut, ein halbes Kilo Kokain, fünf Kilogramm Speed und 500 Stück Ecstasy in Umlauf gebracht haben.

"Wir haben mit dem niedrigsten Preis gerechnet, damit haben die Drogen einen Wert von gut 370.000 Euro", sagt Winkler. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Kriminalisten außerdem noch diverse Suchtmittel - darunter Spitzkopf-Pilze, die derzeit als In-Droge gelten. Die 14 Kunden des Drogen-Quartetts waren durchwegs Österreicher, alle zwischen 19 und 29 Jahre alt.

von Max Grill, Kronen Zeitung

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