Quad-Staaten
USA rufen internationale Impf-Allianz ins Leben
Die USA starten eine groß angelegte Impf-Allianz mit Japan, Indien und Australien. Die sogenannten Quad-Staaten wollen zusammenarbeiten, um bis 2022 bis zu einer Milliarde Impfdosen herzustellen, vor allem um dem Impfstoff-Mangel in Südostasien entgegenzuwirken. Wenngleich nicht explizit erwähnt, dürfte die Initiative auch eine Reaktion auf das chinesische Engagement bei der Verteilung von Impfstoffen in der Welt sein.
US-Präsident Joe Biden hielt am Freitag einen virtuellen Gipfel mit den Regierungschefs von Indien, Australien und Japan ab. Der Plan sehe vor, die Produktionskapazitäten vor allem der indischen Pharma-Industrie zur Herstellung des Impfstoffs von Johnson & Johnson zu nutzen. Japan solle bei der Finanzierung helfen und Australien den Transport organisieren.
China wurde nicht explizit erwähnt. Das Land, in dem die Pandemie Ende 2019 ihren Ausgang genommen hatte, hat allerdings in den vergangenen Monaten durch Impfstofflieferungen in die ganze Welt ein Image als globaler Corona-Helfer gepflegt.
Virtuelles Treffen auf höchster Ebene
Das Quad-Format war als informelle Allianz gegründet worden, um dem Aufstieg Chinas etwas entgegenzusetzen. Vor allem Ex-Präsident Donald Trump hatte das Format wiederbelebt. Es ist nun aber das erste Mal, dass die Länder auf höchster Ebene in dem Format zusammenkommen. Allerdings vermeidet es die US-Regierung, das Format offen in Beziehung zu China zu setzen.
Quad-Beratungen unter „liberalen Demokratien“
Australiens Premierminister Scott Morrison sagte, China müsse sich wegen der Quad-Beratungen keine Sorgen machen. Es sei ein Treffen „liberaler Demokratien, die sich für unsere Werte einsetzen und sicherstellen, dass wir ein Anker des Friedens und der Stabilität im Indo-Pazifik sind“.
Chinas staatliche Zeitung „Global Times“ veröffentlichte einen Kommentar, in dem die Quad-Treffen als US-Komplott gegen Peking bezeichnet werden.
Quelle: APA/AFP







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