01.03.2021 16:23 |

Geschäfte wieder offen

Schweiz wagte ersten Schritt aus dem Lockdown

Da sich die Infektionszahlen in der Schweiz zuletzt positiv entwickelt hatten, wagt das Land wieder einen ersten Schritt zurück in den Alltag. Seit Montag sind damit Geschäfte und ein Teil der Freizeiteinrichtungen wieder geöffnet. Die Freude bei Kunden, im Handel und bei Museumsbetreibern ist groß, ein befürchteter Ansturm ist aber ausgeblieben.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Nach einem sechs Wochen andauernden Lockdown durften nun Geschäfte, Museen, Lesesäle von Bibliotheken sowie Zoos, Tennis- und Fußballplätze und Erlebnisparks wieder aufsperren. Nur für Restaurants heißt es vorerst noch warten.

Die Freude darüber, dass die Geschäfte öffnen, stand manch einer Verkäuferin trotz Maske ins Gesicht geschrieben, so im Warenhaus Loeb in Bern, wie ein Reporter von Keystone-SDA berichtete. Auch aus einem der größten Schweizer Einkaufszentren, der Mall of Switzerland in Ebikon LU, hieß es, alle seien „äußerst motiviert“. Teilweise kam es gar zu Warteschlangen.

Gut besuchte Möbelhäuser
Bei Ikea standen die Kunden nicht mehr so früh Schlange wie nach dem ersten Lockdown. Damals standen schon um 7 Uhr früh bei der Filiale in Spreitenbach AG die ersten Kunden bereit, diesmal fast zwei Stunden später. Die Onlinebestellungen seien während der Schließung sehr gut gelaufen, dies habe den Effekt wohl aufgefangen. Dennoch seien es am Montag früh mehr Kunden gewesen als an einem gewöhnlichen Wochenbeginn.

In Bern blieb der große Ansturm aus, dort erwachten in der Früh die Geschäfte in der Innenstadt sanft aus dem Lockdown. Die Wiedereröffnung verlief ausgesprochen ruhig.

Relativ wenig Menschen in Zürich
Auch in Zürich war bis Mittag nicht viel los: Vereinzelt bildeten sich Schlangen vor Geschäften, etwa vor Bekleidungsgeschäften oder Bijouterien an der Bahnhofstraße, wie ein Augenschein eines Keystone-SDA-Reporters vor Ort ergab. Ansonsten zeigte sich die Bahnhofstraße, wie es an einem Montagmorgen erwartet werden kann: mit relativ wenigen Menschen, die unterwegs waren.

Nebst Läden konnten auch Museen und Zoos ihre Tore öffnen. „Wir haben die Besucherinnen und Besucher sehr vermisst“, sagte Merja Rinderli vom Bernischen Historischen Museum auf Anfrage. „Es ist eine wahre Wohltat, durchs Haus zu gehen und die Ausstellungsräume wieder belebt zu sehen.“ Einen Großandrang gab es aber nicht.

Strikte Maskenpflicht und eingeschränkte Kapazitäten
Am Montag traten die ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft. Für die Menschen in der Schweiz öffneten die Einkaufsläden und Märkte für Güter des nicht täglichen Bedarfs, die Museen und Lesesäle von Archiven und die Bibliotheken. Auch die Außenbereiche von Zoos, botanischen Gärten und Freizeit- sowie einige Sportanlagen waren wieder zugänglich. Es gelten überall Maskenpflicht sowie Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen.

Weiterhin auf Lockerungen warten müssen die Gastronomiebetriebe, dasselbe gilt für ihre Terrassen. Auch Veranstaltungen mit Publikum sind weiterhin verboten. So bleiben Kinos, Casinos, Bars, Discos und Tanzlokale zu.

Quelle: Agenturen

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).