Hitzige Debatte

Arzt, der Masken verweigern soll, hat auch Fans

Hunderte Kommentare auf unserer „krone.at“-Seite zeigen, dass das vorläufige Berufsverbot für einen Innviertler Hausarzt, der ein Maskenverweigerer sein soll, viele aufregt. Dabei hat der Mediziner aus Obernberg am Inn auch Fans. In rechtlicher Hinsicht scheint es jedoch mehr als fraglich, ob er „ein Leiberl“ hat

„Schauen Sie nach, was in den Google-Rezensionen über mich steht. Dagegen kann ich mich nicht wehren, obwohl diese Vorwürfe der reinste Wahnsinn sind“, sagte Peter Nentwich im „Krone“-Gespräch, als sein Berufsverbot noch nicht publik war.

Wir zitieren: „Hinzu wurde er kürzlich als jener Arzt entlarvt, der ohne Skrupel wahllos Atteste zur Maskenbefreiung (Corona) erstellt haben soll, wodurch er sich nun vor der Ärztekammer und Justiz verantworten muss. Auch soll er in seinem Wartezimmer nicht darauf geachtet haben, dass dort die Patienten alle eine Maske aufhaben, sodass sich dort ein Mann mit Corona angesteckt haben und daran verstorben sein soll. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.“

Zitat Icon

Uns ist natürlich bewusst, dass es zum Maskentragen auch unterschiedliche Ansichten gibt. Allerdings rechtlich ist es eindeutig.

Alois Ebner, Staatsanwaltschaft Ried/I.

Thema spaltet das Land
Soweit die Vorwürfe, die von einem Poster namens „Kuno“ ins Netz gestellt wurden. Aber Nentwich hat auch Fans, die ihn beispielsweise auf DocFinder loben. In der „Krone“-Community gehen die Meinungen auseinander. Das leidige Masken-Thema spaltet das Land. Indes lässt die Staatsanwaltschaft Ried/I. wegen vorsätzlicher bzw. fahrlässiger Gemeingefährdung ermitteln. Staatsanwalt Alois Ebner: „Wir warten noch auf den Abschlussbericht. Wir sind sicher daran interessiert, diese Sache schnell zum Abschluss zu bringen.“

Christoph Gantner
Christoph Gantner
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Samstag, 16. Oktober 2021
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