21.02.2021 22:39 |

Vojtas großes Solo

Preiner bei Hallen-ÖM mit Verletzungsproblemen

Mit jeweils zwei Titeln waren Österreichs Leichtathletik-Star Ivona Dadic (Weit, Kugel) sowie die Sprinter Markus Fuchs (60 m, 200 m) und Susanne Walli (200 m, 400 m) die erfolgreichsten Teilnehmer der Hallenmeisterschaften in Linz. Das Wichtigste: Zwei Wochen vor der Hallen-EM in Torun präsentierte sich vor allem Ivona Dadic, unsere heißeste Kanditatin für diese Titelkämpfe, in guter Form! So wie auch Andreas Vojta, der ein großes 3000-m-Solo in 7:54,18 für sich entschied und seinen insgesamt 38. Titel bei österreichischen Meisterschaften gewann.

Einen Tag nach ihrem guten Hürdensprint als Meisterschaftsdritte mit 8,53 Sekunden und dem Titel im Kugelstoßen (14,54 m in einer starken Serie) ließ die 27-jährige Ivona Dadic am Sonntag auch den Sieg im Weitsprung folgen. Im letzten Durchgang sprang die Mehrkämpferin bei ihrem ersten Weitsprung-Wettkampf 2021 noch 6,08 m. „Obwohl dieser Versuch technisch richtig schlecht war, war dies dafür eine gute Weite“, meinte Ivona Dadic, die sich in Torun eine Leistung von 6,30 m bis 6,40 m zutraut.

Eine Punktzahl oder gar eine Platzierung will Ivi für ihren Fünfkampf bei der Hallen-EM aber nicht hochrechnen. Ihr Trainer Philipp Unfried traut ihr jedoch eine Punktzahl um die 4700 mit, womit sie natürlich eine ganz heiße Kandidatin für einen Spitzenplatz wäre. Übrigens: Auch wenn Olympiasiegerin Nafi Thiam (Bel) nach ihrem positiven Corona-Test ihre Teilnahme für Polen absagt (alles andere wäre eine Überraschung), ist das für Dadic natürlich längst kein Freibrief für Edelmetall. International gab es heuer schon eine Flut von Klasseleistungen im Fünfkampf. Angeführt wird die Weltjahresbestenliste von der Belgierin Noor Vidts (BEL) mit 4665 Punkten.

Verena Preiner musste passen
Sieht es für Ivona Dadic gut aus Richtung EM, klappte der letzte Test für Verena Preiner nicht. Die WM-Dritte im Siebenkampf hatte Samstag eine gute Leistung über 60 m Hürden (8,57) geboten, war aber schon mit dem Kugelstoßen (13,83) unzufrieden und musste schließlich ihren geplanten Start im Weitsprung wegen der wieder aufgetretenen Probleme im linken Oberschenkel streichen. Ob sie bis zur EM hinkommt, scheint doch etwas fraglich. Verena Preiner: „An die Hallen-EM denke ich derzeit gar nicht. Ich gehe wieder therapieren und wir werden weitere Untersuchungen machen!“

So wie Ivona Dadic holten auch Markus Fuchs und Susanne Walli zwei Titel. Nach seinen starken 6,69 Sekunden über 60 m ließ der Niederösterreicher über 200 m als Sieger 21,76 folgen. Dies war bereits sein elfter Hallen-Titel in einem Einzelbewerb. Siebenmal war er Erster über 60 m, viermal über 200 m. Zum vierten Mal in suite gelang ihm damit das Double 60m/200 m. Ein mögliches Triple wie im Vorjahr hatte ihm die Pandemie vermasselt. Wegen der Behördenauflagen waren keine Rennen übe 4 x 200 m möglich, weil dann die erlaubte Höchstzahl der Anwesenden (100 Personen) überschritten worden wäre. Und Susanne Walli gewann nach den 400 m (53,56) am Sonntag auch die 200 m. In 23,99 setzte sie sich gegen Julia Schwarzinger (24,04), Ina Huemer (24,10) und der neuen 60-m-Meisterin Leni Lindner (24,11) durch.

Vojta überrundete alle Gegner
In einem sehenswerten Solo setzte sich Andreas Vojta in 7:54,18 Minuten über 3000 m durch. Dabei überrundete der Niederösterreicher, der bei der Hallen-EM ebenfalls über diese Distanz läuft, alle Gegner. Vojta hatte in Hinblick auf die EM nach elf Hallen-Titeln in Folge die 1500 m diesmal ausgelassen und sich auf die 3000 m konzentriert. Da holte er nach 2012, 2017 und 2018 seinen vierten Hallen-Titel über diese Strecke. Insgesamt hält er in seiner großen Karriere jetzt schon bei 38 Siegen bei österreichischen Meisterschaften. Mehr Titel bei den Männern haben nur Günther Weildinger (53) und Dietmar Milloning (41) in Österreich gewonnen.

Julia Mayer vor Sandrina Illes
Im ewig jungen Duell setzte sich bei den Frauen über die 3000 m Julia Mayer gegen Sandrina Illes durch. Mayer, am Vortag 1500-m-Dritte, sorgte an der Spitze ständig fürs Tempo und wehrte dann auch den Angriff auf der letzten Runde von Illes ab und gewann in 9:34,92 zu 9:35,14. Über 800 m sicherten sich Raphael Pallitsch in 1:50,96 vor dem 17-jährigen 1500-m-Meister Kevin Kamenschak (1:53,46) sowie Carina Schrempf (2:11,94) durch.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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