Rekruten als Opfer

Sexueller Missbrauch? Unteroffizier unter Verdacht

Das Bundesheer kommt derzeit nicht zur Ruhe. Nach dem Party-Video um 35 Soldaten in der Kaserne Güssing und dem darauffolgenden tragischen Tod eines der Beteiligten ist am Samstag nun auch noch ein mutmaßlicher Missbrauchsfall bekannt geworden: Ein 32-jähriger Unteroffizier steht unter Verdacht, sich an mehreren Grundwehrdienern und auch Berufssoldaten vergangen zu haben.

Die Ermittlungen kamen ins Rollen, weil ein Rekrut seinen Vorgesetzten informiert und Anzeige eingebracht hatte. Dem Unteroffizier wird vorgeworfen, über einen längeren Zeitraum einzelne Untergebene und auch Kameraden nach dem Dienst zu sich nach Hause eingeladen und unsittlich berührt zu haben. Alle Beteiligten sollen zuvor reichlich Alkohol konsumiert haben. Zudem wird der Vorwurf überprüft, dass sich der 32-Jährige auch während der Nachtruhe an Zimmerkameraden vergangen haben soll.

Beschuldigter bestreitet Vorwürfe
Der beschuldigte Unteroffizier bestreitet bis dato alle ihm gegenüber gemachten Vorwürfen der sexuellen Belästigung bzw. des sexuellen Missbrauchs. Er versieht seit Juni 2016 Dienst am Fliegerhorst im oberösterreichischen Hörsching.

Am Dienstag dieser Woche wurde er vorläufig des Dienstes enthoben. Zudem wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das Bundesheer unterstützt die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Oberösterreich.

„Das Bundesheer bedauert die Vorfälle und hat allen Beteiligten potenziellen Opfern psychologische Betreuung angeboten“, heißt es dazu in einer Aussendung.

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Dienstag, 20. April 2021
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