24.01.2021 17:19 |

Besoldungsdebatte

Soldaten an der Grenze stehen im Dauerstress

Mit der Corona-Krise schlossen sich Europas Grenzen. Das Bundesheer rückte an, um die Polizei bei den Kontrollen zu unterstützen. Der Aufwand ist enorm. Im Dienst absolvieren Soldaten 80 bis 92 Stunden pro Woche. Vielen Rekruten fällt die Besoldung „zu mager“ aus. Die Höhe des Entgelts wird teils heftig diskutiert.

„Ungefähr ein Drittel der Einsatzkräfte an der Grenze ist Kaderpersonal, also Berufssoldaten. 40 Prozent sind Grundwehrdiener, 20 Prozent Miliz“, erklärt Militärsprecher Major Robert Kulterer. Für alle dauert ein Einsatz drei Monate. In der Regel wird sechs Tage Dienst gemacht, dann zwei Tage frei. Weil ihre Heimat weit entfernt ist, gilt etwa für Vorarlberger und Tiroler ein Neun-drei-System.

Dienst bei bis zu minus zehn Grad
Auf Dauer ist die Grenzarbeit rund um die Uhr eine Belastung. „Soldaten leisten in acht Tagen 80 bis 92 Stunden. Und das oft bei minus fünf bis zehn Grad“, so Kulterer. Durchaus notwendige Wechsel des Schichtbetriebes können zusätzlich zur physischen Belastung zu Schlafdefiziten führen. Die Leistungen der Soldaten wissen Vorgesetzte zu schätzen. Höchstes Lob ernten sie von Militärkommandant Gernot Gasser.

700 Euro für 300 Arbeitsstunden pro Monat
Angesichts der Herausforderungen ist bei den Betroffenen eine Debatte über die Besoldung entflammt. Der Grundbetrag von 350 Euro wird durch die Einsatzgebühr verdoppelt. „700 Euro für mehr als 300 Arbeitsstunden pro Monat sind nicht mehr ausreichend“, ist oft zu hören.

Karl Grammer und Christian Schulter, Kronen Zeitung

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