13.12.2020 14:35 |

„Weit auseinander“

Kein Brexit-Abkommen „wahrscheinlichstes Ergebnis“

Die Gespräche über einen Post-Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der Europäischen Union werden doch noch einmal fortgesetzt. Darauf einigten sich EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der britische Premierminister Boris Johnson bei einem Telefonat. Eigentlich sollte bereits eine finale Entscheidung über die Verhandlungen getroffen werden, doch diese wird nochmals vertagt. Kein Post-Brexit-Abkommen sei derzeit jedoch das wahrscheinlichste Ergebnis, so Johnson. Beide Seiten seien „noch sehr weit auseinander“.

Der britische Premierminister Boris Johnson hält die Chancen auf eine Einigung mit der EU auf ein Handelsabkommen nach dem Brexit für gering. Beide Seiten seien „noch sehr weit auseinander“, ein Scheitern der Gespräche sei deshalb weiter das „wahrscheinlichste“ Ergebnis, so Johnson. Er hatte sich davor mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen darauf verständigt, die Verhandlungen nochmals zu verlängern.

Neue Frist nicht kommuniziert
Trotz der Erschöpfung nach fast einjähriger Verhandlung und mehrfach gerissener Fristen seien jedoch beide Seiten der Ansicht, dass es verantwortungsvoll sei, noch „eine letzte Anstrengung“ zu unternehmen. Man habe die Unterhändler beauftragt, die Verhandlungen fortzusetzen. Eine neue Frist wurde zunächst nicht genannt.

„Müssen auf Scheitern vorbereitet sein“
„Wir werden weiter miteinander sprechen und sehen, was wir tun können“, so Johnson. Er habe auch sein Angebot erneuert, mit einzelnen EU-Hauptstädten direkt in Verhandlungen zu treten, so der britische Premier. Trotzdem müsse man auf ein Scheitern vorbereitet sein. Was auch immer geschehe, Großbritannien werde es „sehr, sehr gut gehen“, betonte er.

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