Terroranschlag in Wien

Täter kam zu Fuß, Handy wurde nahe Tatort gefunden

Wien
05.12.2020 10:16

Lange Zeit wurde gerätselt, wie der Attentäter von Wien, Kujtim F., in die Innenstadt gekommen ist, wo er am Abend des 2. November vier Menschen erschossen und 23 weitere zum Teil schwer verletzt hat. Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass der 20-jährige Attentäter zu Fuß aus dem 22. Bezirk in die Innenstadt gegangen ist. Dort soll er kurz vor der Tat noch sein Handy weggeworfen haben.

„Ein entsprechendes Smartphone wurde in unmittelbarer Nähe zum Tatort Schwedenplatz in einem Mistkübel gefunden“, heißt es seitens der Staatsanwaltschaft Wien gegenüber dem Magazin „profil“. Bereits Mitte November war ausgeschlossen worden, dass F. mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die City angereist war. Geprüft war auch worden, ob er ein Taxi genommen hatte oder von einem möglichen Mitwisser zu seiner Terrortat chauffiert worden war.

(Bild: P. Huber)

Mutmaßlicher Komplize aus U-Haft entlassen
Am Donnerstag kam der erste - und bisher einzige - mutmaßliche Komplize des 20-Jährigen aus der Untersuchungshaft frei. Laut dem Magazin wurde der Mann auf Antrag der Staatsanwaltschaft enthaftet. Die Enthaftung erfolgte demnach auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen fehlenden dringenden Tatverdachts.

Darüber hinaus liegen beim Oberlandesgericht Wien derzeit acht Haftbeschwerden, „über die noch zu entscheiden ist“, wie ein Sprecher erklärte.

Knapp zwei Dutzend Verdächtige festgenommen
Stunden und Tage nach dem Anschlag vom 2. November hatte die Polizei ein Dutzend mutmaßliche Komplizen verhaftet. Gegen insgesamt 21 potenzielle Mittäter wurde ermittelt, über zehn davon die U-Haft verhängt.

(Bild: APA/Georg Hochmuth)

An der Tathandlung sei außer dem Täter niemand direkt beteiligt gewesen - „Das ist fix“ -, man wisse aber noch nicht, wie viele mögliche Mitwisser oder Mittäter es gibt, hieß es Mitte November seitens der Behörden. Man stehe mit mehreren ausländischen Ermittlungsbehörden in Verbindung - nähere Details wolle und könne man aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

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