04.12.2020 08:00 |

Verhängnisvoller Name

Autoraub in Salzburg: Syrer löste Terroralarm aus

Der Polizei-Hubschrauber kreiste über dem Salzburger Stadtgebiet, Beamte der Sondereinheit Cobra durchsuchten die Straßen - und das alles wegen eines Autoraubes? Mitnichten. Dem Täter dürfte sein arabischer Name zum Verhängnis geworden sein. Dieser klingt ähnlich wie jener eines gesuchten Terrorverdächtigen.

Die offizielle Version der Exekutive macht stutzig: Wegen eines Autoraubes startete die Salzburger Polizei in der Nacht auf Donnerstag eine Großfahndung - samt Hubschrauber und Cobra-Beamten. Laut Polizei gerieten in Hallein zwei Syrer aneinander. Ein 30-Jähriger soll dabei mit einem Schraubenzieher auf seinen Landsmann (23) losgegangen sein. Er soll ihn mit dem Umbringen bedroht - und ihm danach das Auto geraubt haben. Er flüchtete mit dem Pkw nach Salzburg. Die Polizei startete prompt einen Großeinsatz.

Wieso derart viele Beamte im Einsatz waren? Darauf wollte die Polizei auf Anfrage keine schlüssige Antwort geben. „Sämtliche Beamte waren im Dienst. Warum sollten wir sie also nicht einsetzen?“, hieß es lapidar.

Arabischer Name sorgt für Verwirrung
Vielmehr dürfte „Krone“-Informationen zufolge nach dem Autoraub Terroralarm ausgelöst worden sein. Denn: Der arabische Name des Täters soll dem eines tatsächlich Terrorverdächtigen sehr ähnlich sein. Das ließ bei der Polizei wohl die Alarmglocken schrillen.

Polizei konnte Pkw beim Bahnhof sicherstellen
Die schwer bewaffneten Beamten gingen bei dem nächtlichen Einsatz nicht zimperlich vor. Zeugen schilderten der „Krone“, dass bei der Suche etwa die Türen von mehreren Taxis aufgerissen worden seien. Im Bereich des Hauptbahnhofs konnte die Polizei schließlich den geraubten Pkw sicherstellen. Der 31-Jährige selbst ist weiterhin flüchtig.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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