23.11.2020 13:00 |

Rettung vom Hohen Göll

Alpinisten hätten bei Finsternis absteigen müssen

Für zwei Bergsteiger ging sich am Sonntag der Abstieg vom Hohen Göll ins Tal nicht mehr vor Einbruch der Dunkelheit aus. Sie alarmierten die Bergrettung.

Zwei Bergsteiger brachen am Sonntag um 7 Uhr morgens über das Kehlsteinhaus und den Mandlgrat in Richtung Hoher Göll auf. Laut Bergrettung waren sie fit und gut ausgerüstet. Doch derzeit ist bereits ab 1000 Metern mit erstem Schnee zu rechnen. „Sie mussten im Schnee stapfen - bei den Verhältnissen braucht man länger. Außerdem wird es schon um 16.22 Uhr finster“, gibt der Halleiner Bergrettungs-Ortsstellenleiter Christian Schartner zu bedenken.

Alpinisten schafften es bis zum Gipfel

Dennoch schafften es die beiden Alpinisten bis zu einer Höhe von 2200 Metern. Allerdings kamen sie erst um 16 Uhr am Gipfel an. Kurz danach wählten sie schon die Notrufnummer 140. Die Bergrettung Hallein musste sofort entscheiden, was zu tun war. Einsatzleiter Schartner entschied sich für eine Heli-Bergung. „Weil niemand verletzt war, übernahm das Innenministerium mit dem Polizeihubschrauber die Rettung“, erzählt Schartner.

Rettung in letzter Minute

Im allerletzten Augenblick sahen die Hubschrauberinsassen die beiden auf einem Grat am Ausstieg der Schusterroute. Sie konnten ohne Seilbergung in den Hubschrauber aufgenommen werden. „Zehn Minuten später wäre die Bergung aufgrund der Finsternis so nicht mehr möglich gewesen“, weiß der Halleiner Ortsstellenleiter.

Der Hohe Göll am Sonntagmorgen

Karina Langwieder
Karina Langwieder
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