22.11.2020 09:49 |

„Tendenz umkehren“

Auch Portugal weitet Corona-Restriktionen aus

Angesichts steigender Infektionszahlen weitet nun auch Portugal seine Corona-Restriktionen aus. Von 30. November bis 7. Dezember müssen Schulen und Behörden schließen. Zwei Feiertage im Land am 1. und 8. Dezember sollen genutzt werden, um den Kampf gegen die Pandemie deutlich voranzutreiben. Am Samstag wurden in Portugal 6472 Corona-Neuinfektionen gemeldet, 62 Infizierte starben.

Die Regierung will überdies den Bürgern vom Abend des 27. November bis zum Morgen des 2. Dezember sowie vom 4. bis zum 9. Dezember untersagen, sich von einer Kommune in eine andere zu bewegen. Das Land wurde abhängig vom gegenwärtigen Ansteckungsrisiko in vier Zonen aufgeteilt, für die unterschiedliche Beschränkungen gelten. Für einen Großteil der portugiesischen Kommunen gilt jetzt schon eine nächtliche Ausgangssperre und die Pflicht zu Tele-Arbeit.

„Müssen Tendenz umkehren“
Nachdem Portugal die erste Welle der Pandemie relativ gut überstanden hatte, hat sich die Zahl der Neuinfektionen seit Ende September praktisch alle zwei Wochen verdoppelt. „Wir müssen diese Tendenz bremsen und umkehren“, sagte Costa. Das derzeitige Infektionsgeschehen stelle „eine Gefahr für die Gesellschaft und das nationale Gesundheitssystem“ dar.

Impfkampagne in Italien angekündigt
Italien kündigte indes den Start einer umfangreichen Corona-Impfkampagne ab Ende Jänner an. „Diese Kampagne wird beispiellos sein“ und werde „eine außerordentliche Mobilisierung“ erfordern, sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza. Die Impfskepsis aber ist groß: 42 Prozent der Italiener wollen laut einer Umfrage erst abwarten, ob die Impfung wirkt.

 krone.at
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