10.11.2020 11:26 |

Geheimplan enthüllt

Geht es Djokovic in der ATP-Revolte nur ums Geld?

Es war während der US Open: Der Weltrangliste-Erste Novak Djokovic trat als Präsident des Spielerrats zurück und gründete stattdessen eine eigene Spielergewerkschaft namens PTPA. Nun wurden angeblich erste Geheimpläne enthüllt - die sollen zeigen, dass es dem Serben bei der Revolte gegen die ATP offenbar ums Geld geht. Aber nicht um seines, sondern um das der vermeintlich „schwächeren“ Spieler.

So waren offenbar die Preisgelder ein wesentlicher Grund für den Krach zwischen der ATP und Djokovic. Diese wurden zwar nach der Corona-Pause zugunsten der „schwächeren“ Spieler angepasst, doch geht es nach der ATP sowie dem zwölfköpfigen Spielerrat rund um Roger Federer, Rafael Nadal und dem neuen Präsidenten Kevin Anderson soll diese Regelung nur eine auf Zeit sein. Heißt: Die Top-Stars sollen in Zukunft wieder mehr kassieren.

Für Djokovic, der sich schon in der Vergangenheit immer wieder für eine fairere Verteilung der Preisgelder stark gemacht hat, war dies angeblich so nicht mitzutragen. Er trat aus dem Spielerrat aus und will in seiner neuen Vereinigung, der „Professional Tennis Players Association“ (PTPA) angeblich in erster Linie die „schwächeren“ Spieler besser entlohnen. Das enthüllte nun Gastao Elias, der aktuell Rang 421 im ATP-Ranking belegt mit einem Twitter-Eintrag, welchen er wenig später auch wieder gelöscht hat.

„Das Preisgeld in der Qualifikation und in den ersten Runden soll geringfügig gesenkt und in den späteren Runden erhöht werden“, heißt es dort in einem geleakten Geheimdokument. Der Portugiese war auch schon auf Platz 56 der Weltrangliste und meinte im Gespräch mit der serbischen Zeitung „Blic“ auch, dass die Verteilung der Preisgelder zumindest einer der Gründe für Djokovics Alleingang sei. Ob es einer mit Zukunft ist?

Fest steht: Bei der ATP ist man darüber wenig erfreut wie auch Thiem-Manager Herwig Straka, der selbst im ATP-Board sitzt im Sommer erklärte. „Wir sind überzeugt, dass es nicht sinnvoll sind, so etwas zu machen, weil die Spieler in der ATP so repräsentiert sind durch die Struktur wie in keiner anderen Sportart irgendein Sportler“, meinte Straka. „Wenn du bei einem Team angestellt bist, kannst du zwar streiken und eine Gewerkschaft gründen, aber hast sonst keine Rechte. Bei der ATP sind die Spieler zu 50 Prozent Teil der Organisation, tragen alle Entscheidungen zu 50 Prozent mit, insofern ist es nicht ganz verständlich“, ergänzte der 54-jährige Steirer.

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