10.11.2020 09:00 |

Aufenthaltsverbot?

Forderungen nach Sperre des „Uni-Sonnendecks“

Wie bereits im Frühjahr tummeln sich auch momentan wieder Hunderte Studierende am sogenannten Sonnendeck - der Ufermauer direkt hinter der Universität Innsbruck. Das aktuelle Verhalten vieler Studierender sei verantwortungslos. „Bürgermeister Willi ist gefordert, Maßnahmen zu setzen“, sagte „Für Innsbruck“-Sicherheitssprecher und Gemeinderat Kurt Wallasch. Der Seniorenbund appelliert an die Vernunft der Besucher.

Verantwortungslos ist für Wallasch das Verhalten vieler Studierender in Innsbruck, die sich derzeit zu Hunderten am sogenannten Sonnendeck - der Ufermauer hinter der Universität - aufhalten. Wallasch erinnert ans Frühjahr: „Damals wurde das Verweilen bei den Innpromenaden - aufgrund der Ignoranz Einzelner - für alle gesperrt. Heute stehen wir vor der gleichen Situation und angesichts der aktuellen Entwicklungen sollten von Bürgermeister Georg Willi umgehend ähnliche Maßnahmen gesetzt werden.“

Corona-Regeln missachtet
Es stimme ihn nachdenklich, „mit welcher Rücksichtslosigkeit viele Studierende gegenüber ihren Mitmenschen auftreten. Keine Abstände, kein Mund-Nasen-Schutz auf engstem Raum - und das in einer Zeit, in der die Zahlen der Infektionen nahezu explodieren“, klagt Wallasch.

Überquellende Abfallkübel
„Wie stark die Frequenz in diesem Innuferabschnitt vor der Universität ist, zeigen auch die überfüllten Abfalleimer. Mit großem Bedauern stellen wir fest, dass alle öffentlichen Appelle in den Medien in den letzten Tagen keine Wirkung zeigten“, erklären die Seniorenvertreter Gemeinderat Reinhold Falch und Seniorenbund-Obfrau-Stellvertreterin Klara Neurauter. 

Ortspolizeiliche Verordnung
„Als Vertreter einer besonders in der Corona-Krise schwer betroffenen Generation appellieren wir heute nochmalig an alle vor Ort den Abstand dort einzuhalten. Gleichzeitig bitten wir den Bürgermeister aber auch, seine Verantwortung wahrzunehmen. Falls sich diese prekäre Situation in den nächsten Tagen nicht auflöst, muss der Bürgermeister tätig werden und Maßnahmen mittels eine ortspolizeilichen Verordnung ergreifen, damit diese dichte Menschenkette in dem durch die Uni-Nähe exponierten Bereich entzerrt wird. Dies wäre wirklich die Ultima Ratio, falls nicht rasch hier Vernunft einkehrt, denn grundsätzlich sollen gerade in Pandemie-Zeiten die Spaziermöglichkeiten für die Bevölkerung in der Stadt offenbleiben“, sagten Falch und Neurauter.

Deutliche Worte wie selten hatte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) zuletzt in einer Aussendung getätigt. Sprach er am Vortag noch davon, dass neue Maßnahmen nötig werden könnten, wenn die zuletzt wieder dramatisch gestiegenen Neuinfektionszahlen nicht schnell wieder sinken, so drohte er nun ganz konkret mit einer Verschärfung des Teil-Lockdowns.

 Tiroler Krone
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