06.11.2020 13:40 |

Regierung will Reform

Aus für Spanisch als offizielle Schulsprache?

Spanien strebt eine Reform des Bildungsgesetzes an, wonach Spanisch nicht mehr wie bisher als „offizielle Sprache“ im Bildungswesen gelten soll. Laut Medienberichten habe die Mehrheit der Regierungsparteien PSOE und Unidas Podemos gemeinsam mit der katalanischen Regionalpartei ERC im Bildungsausschuss des Parlamentes diese Reform bereits durchgesetzt. 

Wie das staatliche Fernsehen RTVE berichtete, begründet die spanische Bildungsministerin Isabel Celaa die angestrebte Gleichstellung des Spanischen mit den anderen Regionalsprachen wie etwa dem Katalanischen und dem Baskischen mit dem Recht der Schüler, sowohl im Spanischen als auch in ihrer jeweiligen Regionalsprache zum Abschluss der Ausbildung über eine hohe Sprachkompetenz zu verfügen.

Opposition kündigt massiven Widerstand an
Die beiden Oppositionsparteien Partido Popular und Ciudadanos kündigten an, sie würden notfalls bis vor das Verfassungsgericht ziehen, um den Vorstoß zu stoppen. Sie sehen die Rolle des Spanischen als eigentliche Verkehrssprache des Landes gefährdet.

Zentralistisches Land oder Verbund von Regionen?
In Spanien tobt bereits länger ein Streit über die Stellung des Spanischen im Verhältnis zu anderen Regionalsprachen wie dem Katalanischen oder dem Baskischen. Hintergrund ist der seit Langem bestehende Konflikt, ob Spanien eher ein zentralistisches Land mit Spanisch als Hauptsprache oder ein Verbund von Regionen mit unterschiedlichen Kulturen und Sprachen sein soll. Zusätzlich angeheizt wird der Streit durch separatistische Bestrebungen vor allem in Katalonien.

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