20.10.2020 13:03 |

Sichtungen in Gärten

Ochsenauge am häufigsten gemeldeter Schmetterling

Das Große Ochsenauge war im diesjährigen Sommer der am häufigsten gemeldete Schmetterling in den heimischen Gärten. 1239 Mal wurde die Art gemeldet, womit sie erstmals seit 2017 wieder auf dem ersten Platz landete, wie die Organisatoren „Blühendes Österreich“ und Global 2000 am Dienstag mitteilten.

„Letztes Jahr hatte der Distelfalter (Bild unten) ein starkes Einwanderungsjahr und somit den Spitzenplatz eingenommen. Heuer ist er erst auf Rang 45 zu finden“, erklärte Schmetterlingsexperte Helmut Höttinger. Er ist auch der wissenschaftliche Betreuer der App „Schmetterlinge Österreichs“, in der die Österreicher die Bilder vom 3. bis zum 26. Juli hochladen konnten.

763 Mal - und damit bereits deutlich abgeschlagen - flog der Kaisermantel bei der heurigen Gartenzählung vor eine Kameralinse und damit auf Platz zwei. Die drittstärkste Tagfalterart in Österreichs Gärten ist mit 603 Meldungen das Schachbrett.

Niederösterreich artenreichstes Bundesland
Als artenreichstes Bundesland erwies sich demnach Niederösterreich mit 3463 Meldungen und 79 gemeldeten Tagfalterarten. Auf den Artenvielfalt-Plätzen folgten die Steiermark (69) und Kärnten (67). Bei der Anzahl an Beobachtungen liegt die Steiermark ebenfalls auf Platz zwei (2217) und Oberösterreich auf Platz drei (1942).

Der Garten mit den meist gemeldeten Schmetterlingen ist jener von Carola Stojkovic in Kärnten. Sie hat 491 Glücksmomente in die App hochgeladen. Sabine Gasparitz aus der Steiermark hingegen hat den Garten mit dem vielfältigsten Faltern. Stolze 45 unterschiedliche Tag- und Nachtfalterarten konnte sie in ihrem Paradies für Schmetterlinge nachweisen.

Himalaya-Falter in der Steiermark gesichtet
Gasparitz hat auch einen besonderen Fund gemeldet, nämlich den Erstnachweis des Perlkörbchen-Spreizflügelfalters in Österreich. „Es handelt sich um einen Vertreter aus der Familie der Spreizflügelfalter, welcher sich an Perlkörbchen entwickelt - einer aus dem Himalaya stammenden und als Gartenpflanze kultivierten Art. Vermutlich wurde sie mit dieser Gartenpflanze auch passiv in die Steiermark verschleppt“, so Höttinger erfreut.

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