Tat in Linzer Hotel

Video soll Kriminalisten nach Mordversuch helfen

Nach einem mutmaßlichen Mordversuch und einer Brandstiftung in einem Linzer Hotel Ende September sollen nun Bilder und vor allem die Tonspur einer Überwachungskamera den Ermittlern weiterhelfen. Drei Kreditbetrüger aus Lettland dürften nach einem Streit mit einem Komplizen diesen schwer verletzt und in seinem Zimmer Feuer gelegt haben. Eine Kamera hat ihre Gespräche beim Verlassen des Hauses offenbar aufgezeichnet.

Die vier Männer waren in der Nacht auf den 23. September in dem Hotelzimmer in der Linzer Innenstadt in Streit geraten. Was genau geschah, ist unklar. Fix ist allerdings: Um 1.15 Uhr brannte es in dem Zimmer, Polizisten schlugen die versperrte Türe ein und retteten einen 49-Jährigen, der neben Brandwunden auch schwere Schädelverletzungen aufwies. Die anderen drei waren nicht mehr da.

Bald gab des Vermutungen, dass die drei Letten, die mittlerweile gefasst und in U-Haft sind, ihren Landsmann so zugerichtet und anschließend Feuer gelegt hatten - laut einem Sachverständigen ganz in der Nähe des Verletzten, womit der Verdacht im Raum steht, dass sie versucht hätten, ihn anzuzünden. Die Staatsanwaltschaft Linz ermittelt wegen Mordversuchs.

Muss nachbearbeitet werden
Nun setzen die Ermittler auf ein Überwachungsvideo aus dem Eingangsbereich des Hotels. Es soll technisch aufgebessert werden. Besonders interessant sei die Tonspur, hieß es. Denn auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie die drei Verdächtigen das Hotel betreten und wie sie es wieder verlassen haben und sich dabei auf Russisch unterhielten. Dieses Gespräch könnte den Ermittlern wohl sehr weiterhelfen. Daher wurden nun technische Sachverständige bestellt, um aus den Aufnahmen das Maximum herauszuholen.

Verdächtiges Trio leugnet
Die drei Letten im Alter von 44, 46 und 50 Jahre leugneten in ihrer Einvernahme, etwas mit dem Feuer und den Verletzungen ihres 49-jährigen Landsmann in dem Hotelzimmer zu tun zu haben. Zwei von ihnen sollen keine unbeschriebenen Blätter, sondern massiv vorbestraft sein, wie sie selbst erzählt hätten. Sie sollen auf Kreditbetrügereien spezialisiert sein.

 OÖ-Krone
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Montag, 26. Oktober 2020
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