Neue Ampelschaltungen

Viele Spitalsbetten bewahrten St. Pölten vor Rot

Alarmstufe Rot herrschte dieser Tage in St. Pölten. Denn was „Krone“-Leser bereits zu Wochenbeginn wussten, wurde am Donnerstag auch offiziell bestätigt: Der Landeshauptstadt drohte die rote Corona-Ampel! Der hohen Bettenanzahl im Universitätsklinikum ist es aber zu verdanken, dass der Ernstfall vorerst noch ausblieb. Indes wurden unter anderem der niederösterreichische Bezirk Bruck an der Leitha orange, Amstetten und Hollabrunn gelb und Neunkirchen wieder gelb statt orange eingestuft.

Gleich zwei Cluster in Pflegeheimen, der dritte Platz bei der bundesweiten Infektionsstatistik sowie mehrere spät entdeckte Infektionsherde verschärften die Lage in der Landeshauptstadt drastisch. Auch bei der Corona-Kommission blieb das nicht unbemerkt. Bis am Nachmittag stand St. Pölten daher ganz oben auf der Liste jener Städte, die bei der Ampelschaltung auf Rot gestuft werden könnten. Zumindest vorerst ist das ausgeblieben. Basis der Entscheidung war laut Experten aber nicht eine Aussicht auf Besserung, sondern die hohe Zahl der Betten, die für Patienten mit schwerem Verlauf im St. Pöltner Spital bereitstehen.

Vor allem, weil landesweit alleine in den letzten drei Tagen 512 neue Fälle verzeichnet wurden, leuchten die Bezirke Bruck an der Leitha, Gänserndorf, Gmünd, Korneuburg, Krems-Land, Melk, Mistelbach, Mödling, Scheibbs, Waidhofen an der Thaya und Zwettl sowie die Statutarstädte St. Pölten, Krems und Wiener Neustadt orange.

Gelb eingestuft wurden die Bezirke Amstetten, Baden, Hollabrunn, Lilienfeld, Neunkirchen, Sankt Pölten-Land, Tulln und Wiener Neustadt-Land. Grün, also vergleichsweise geringes Risiko, gilt im Bezirk Horn und in der Statutarstadt Waidhofen an der Ybbs.

Der für die Landeskliniken zuständige Landesvize Stephan Pernkopf hält dazu fest: „Für uns muss klar sein: Gesundheit und Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher stehen an erster Stelle. Wir müssen weiter aufpassen, mit Hausverstand und Eigenverantwortung vorgehen.“

Indes meint Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ): „Man sieht, dass Bezirke auch wieder zurückgestuft werden können. Deswegen appellieren wir an die Verantwortung der Menschen, die Maßnahmen weiter einzuhalten.“

In gemeinsamen Gesprächen mit Bundesminister Rudolf Anschober haben man dringend angeregt, dass diese Rückschaltung der Ampel auf Gelb bzw. Grün bei rasch fallenden Zahlen und klarer Rückverfolgbarkeit auch rasch erfolgen muss. „Hier braucht es, bei aller notwendigen Kontinuität, auch eine gewisse Flexibilität. Es ist in diesem Zusammenhang nämlich nicht nachvollziehbar, dass ländliche Bezirke, die laut Experten eine deutliche Verbesserung vorweisen können, gleich eingestuft bleiben wie Großstädte mit deutlich schlechteren Zahlen“, sind sich die beiden Politiker einig. 

Nikolaus Frings, Kronen Zeitung/krone.at

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