23.09.2020 12:13 |

Masken-Streit mit AUA

Wegen FPÖ-Politiker: Polizeieinsatz auf Flughafen

„Corona-Polizeieinsatz“ unmittelbar nach der Landung eines AUA-Jets in Wien-Schwechat! Eine Flugbegleiterin hatte wegen eines prominenten „Masken-Sünders“ noch in der Luft Alarm geschlagen. Dabei handelt es sich um den Tiroler FPÖ-Nationalratsabgeordneten Peter Wurm. Der Politiker auf „Krone“-Nachfrage: „Ich bin kein Masken-Terrorist! Den Mund-Nasen-Schutz habe ich nur zum Trinken einer Wasserflasche auf dem Flug hinuntergezogen.“

Zu dem aufsehenerregenden Zwischenfall war es Dienstagnachmittag auf dem Flug von Innsbruck in die Bundeshauptstadt gekommen. FPÖ-Mann Peter Wurm und eine AUA-Mitarbeiterin gerieten aneinander. „Ich wurde als Passagier wie ein Verbrecher behandelt. Und das, nachdem wir die AUA mit 600 Millionen Euro gerettet haben. Noch dazu war die Maschine halb leer, niemand ist neben mir gesessen“, schildert der blaue Politiker.

Drei Polizeiautos warteten nach Landung auf Rollfeld
Was war passiert? Zum Trinken einer im Duty-free-Shop vor dem Start gekauften Wasserflasche habe Peter Wurm seine Maske hinuntergezogen. Für die Flugbegleiterin habe er den Mund-Nasen-Schutz aber prinzipiell nicht ordnungsgemäß getragen. Eine Diskussion entbrannte, in der Folge wurde per Funk die Wiener Polizei auf dem Boden verständigt. Nach der Landung warteten schon drei Streifenautos auf dem Rollfeld.

Wurm erzürnt: „Werde mich bei der AUA beschweren“
„Ich bin quasi in der Maschine verhaftet worden. Die Polizisten waren aber sehr korrekt. Es gab jedenfalls keinen Grund, das so eskalieren zu lassen. Weder habe ich meine Stimme gehoben, noch bin ich aufgestanden. Ich werde mich bei der AUA beschweren. Denn das war kein Flug mit einer Billig-Airline oder eine Landung in Nordkorea, wo man vielleicht so etwas erwartet“, so Peter Wurm.

AUA: „Immer wieder Probleme bei dem Passagier“
Tanja Gruber, AUA-Sprecherin, zu dem Vorfall: „In unseren Beförderungsbedingungen ist die Masken-Tragepflicht an Bord verankert. Mit dem Kauf eines Tickets verpflichtet man sich dazu. Nur mit einem ärztlichen Attest oder einem negativen Corona-Test benötigt man keinen Mund-Nasen-Schutz. Nach uns erreichten Berichten gab es während des Fluges immer wieder Probleme bei dem Passagier, dass die Maske nicht richtig getragen wurde. Wir appellieren im Sinne der Eigenverantwortung auch gegenüber den anderen Passagieren.“

Christoph Budin, Kronen Zeitung/krone.at

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