10.000 Gegenstimmen

Projekt um Skischaukel entzweit das Stodertal

Das Stodertal steht vor einer Zerreißprobe. Das Projekt, Vorder- und Hinterstoder mit einer Skischaukel zu verbinden, spaltet die Bevölkerung. Mehr als 10.000 Landsleute unterschrieben schon gegen das Projekt.

„Jetzt erst trauen sich viele mit ihrer Meinung heraus“, sagt Christine Zauner von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Vorderstoder“. Nachdem das Projekt öffentlich diskutiert wird, haben nun schon mehr als 10.000 Personen eine Petition unterschrieben, um die Verbindung der beiden Orte zu stoppen.

Einzigartiges Naturjuwel
„Der Erfolg der Petition macht deutlich, dass Vorderstoder für viele Menschen ein einzigartiges Naturjuwel darstellt, das es zu schützen gilt“, sagt Herbert Rohregger, Sprecher der Initiative, die jetzt auch Rückendeckung von Landesrat Stefan Kaineder und Neos-Landessprecher Felix Eypetauer bekommt: „Das Vorhaben ist langfristig gesehen ein ökonomischer und ökologischer Holzweg.“

10,7 neue Pistenkilometer
Dem widerspricht der Bürgermeister von Vorderstoder, Gerhard Lindbichler (VP), der seine 800-Seelen-Gemeinde sonst am „Aussterben“ ist: „Wir haben schon Sorge, dass die Abwanderung überhand nimmt und dass wir zu einem der ruhigeren Orte der Region oder des Landes werden.“ Die neue Skischaukel - 10,7 neue Pistenkilometer, drei Seilbahnen, 900 Auto und zehn Bus-Parkplätze - soll neuen Schwung ins beschauliche Dorf bringen.

Schneesicherheit auf wackeligen Beinen
Dabei stützen sich die Projektbetreiber auch auf ein Gutachten der Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb aus dem Jahr 2009. Am Rande einer Pressekonferenz in Linz hat sie erklärt, dass ihr Gutachten weiter seine Gültigkeit habe, weil das Stodertal eben „ein Schneeloch“ sei, aber schränkt ein, dass sich klimatisch eine starke Veränderung durchsetzt: „Es kommt auch mehr Niederschlag als Regen und mehr Regen wäscht den Schnee schnell weg.“

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Mittwoch, 27. Oktober 2021
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