29.08.2020 15:48 |

Ein Toter an Bord

„Louise Michel“ mit mehr als 200 Migranten in Not

Das private Rettungsschiff „Louise Michel“ mit mehr als 200 Migranten an Bord kann sich nach Angaben der Besatzung nicht länger sicher fortbewegen. Gründe seien die Überfüllung des Decks und eine an ihrer Seite angebrachte Rettungsinsel, hieß es in einem Tweet vom Samstag. Das Boot, das derzeit im Mittelmeer treibt, habe zuvor weiteren 130 Menschen, die sich in Seenot befanden, geholfen. Auf Hilferufe der „Louise Michel“ hätten zuständige Behörden noch nicht reagiert.

Man habe die italienische Küstenwache, das maltesische Militär und die Seenotleitung Bremen am Freitagabend vergeblich um Hilfe gebeten. Eine zehnköpfige Crew kümmere sich um 219 Menschen an Bord des 30 Meter langen Schiffes, 33 weitere befänden sich noch in einer Rettungsinsel. An Bord befinde sich ein Toter, andere Menschen seien verletzt.

Die „Louise Michel“ befindet sich derzeit südöstlich von Lampedusa. Am Donnerstag hatte das Schiff 89 Menschen aus Seenot gerettet. Sea Watch International ersuchte per Twitter um Beistand. Die Organisation befand die fehlenden Hilfeleistungen als „beschämend“.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass der geheimnisumwitterte Streetart-Künstler Banksy das Rettungsschiff unterstützt. „Er hat das Schiff finanziert und bemalt“, hieß es. Auf dem rosa bemalten Schiff ist auf einer Schiffswand ein Werk des Künstlers zu sehen. Darauf zu sehen: ein Mädchen mit Schwimmweste und einem herzförmigen Rettungsring (siehe Fotos oben).

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