24.08.2020 13:52 |

Schräger Wahlkampf-Gag

Favoritner SPÖ-Chef als riesiger Graffiti-„Mundl“

Die Wien-Wahl naht - und naturgemäß rücken sich nun auch die einzelnen Wiener Bezirkspolitiker ins beste Licht. So auch der Bezirksvorsteher des 10. Wiener Gemeindebezirks, Favoriten, Marcus Franz von der SPÖ. Er weihte am Montag publikumswirksam ein Riesen-Graffiti an einer Hauswand ein, auf dem er den „Mundl“ Sackbauer mimt.

In Anlehnung an den kultigen „Mundl“-Sager „Mei Bier is ned deppad!“ aus „Ein echter Wiener geht nicht unter“ verkündet Franz auf der Hauswand am Columbusplatz, im Unterleiberl und schwerst „gepeckt“: „Mei Favoriten is ned deppad!“ Was er damit wohl sagen will?

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Die Tattoos und versteckten Hinweise zeigen alle eines: Dass der Zehnte ein lebenswerter Bezirk ist und ich Favoriten im Herzen trage.

Marcus Franz, Bezirksvorsteher Favoriten

Street-Art: „Mei Favoriten is ned deppat!“ mit Bezirksvorsteher Marcus Franz

„Ist natürlich humorvoll gemeint“
In der Presseaussendung zur großen Eröffnung der bemalten Hauswand erklärt Franz: „Das Bild ist natürlich humorvoll gemeint, aber das, was ich damit ansprechen will - etwa dass wir der kinder- und jugendfreundlichste Bezirk sind -, ist natürlich ernst gemeint. Die Tattoos und versteckten Hinweise zeigen alle eines: Dass der Zehnte ein lebenswerter Bezirk ist und ich Favoriten im Herzen trage.“

In seiner Aussendung schwärmt Franz weiter - vom heimlichen Öko-Bezirk mit dem größten Solarkraftwerk Wiens, vom Fassadenbegrünungs-Pilotprojekt und von intensiver Bürgerbeteiligung. Auch die gut ausgebaute Bildungslandschaft und überhaupt die Kinder- und Jugendfreundlichkeit hebt der Bezirksvorsteher als Errungenschaften des 10. hervor.

„Mundl“ und Marcus Franz aus der Hasengasse
Was das alles mit dem „Mundl“ zu tun hat? Nun, zunächst einmal ist der Bezirksvorsteher erklärter Fan des Edmund Sackbauer, wohnte selbst einmal am „Echter Wiener“-Schauplatz Hasengasse. Mit der bemalten Hauswand wolle man außerdem heimische Künstler, Grafiker und überhaupt die Corona-gebeutelte Wirtschaft unterstützen. Und Wahlkampf ist ja auch.

Immerhin betont der Bezirksvorsteher angesichts kritischer Stimmen, er habe das Street-Art-Werk aus eigener Tasche gezahlt ...

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