23.08.2020 15:34 |

Appell an die Politik

Ost-West-Gefälle bei Immobilien-Preisen enorm

Nur Kitzbühel und Innsbruck können die Rekord-Preise fürs Wohnen in der Stadt Salzburg noch toppen: 5000 Euro müssen Käufer in der Landeshauptstadt pro bebautem Quadratmeter im Schnitt hinblättern. Überraschend: Noch drei weitere Salzburger Bezirke zählen in der brandaktuellen Berechnung von Immowelt.at zu den teuersten Gegenden Österreichs.

Der Flachgau mit immer weiter reichendem Speckgürtel rund um die Stadt, boomt beim Wohnen. Das verursacht seit Jahren auch immer mehr Pendlerverkehr. Immobilien-Käufer weichen zudem immer öfter in den Tennengau aus. Gebiete wie Hallein-Rif sind mittlerweile reine Wohngemeinden. Und Zell am See mit seinem Umland zählt zu den florierenden Touristen-Hotspots, wo Kapitalanleger die Preise in schwindelerregende Höhen treiben. Im Pinzgau liegen die Durchschnittspreise schon bei 4180 Euro pro Quadratmeter.

Das Gefälle Richtung Osten ist enorm: In den billigsten Gegenden Österreichs wie in Jennersdorf im Burgenland liegt der bebaute Quadratmeter bei 1070 Euro. Auch in Niederösterreich ist noch genug Bauland zur Verfügung und leistbar. Einziger Ausreißer im Preisgefälle ist naturgemäß Wien. Bei den Lebenserhaltungskosten liegt auch der Westen weit oben, bei den Gehältern gibt es diese Sprünge nicht. Vor allem Touristengebiete kosten.

Christian Struber von der Salzburg Wohnbau ortet dafür drei Gründe: „Hauptursache sind natürlich die hohen Grundstückpreise im Westen.“ Außerdem: Die Baukosten sinken wegen Corona nicht. Und Anleger zeigen vor allem in begehrten Regionen Interesse.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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