19.08.2020 08:18 |

Wasser aus Pools

Sieben Feuerwehren bei Großbrand im Einsatz

Bei einem Großbrand in St. Margarethen ob Köttmannsdorf in Kärnten waren am Dienstagabend sieben Feuerwehren im Einsatz. Ein Wirtschaftsgebäude stand in Flammen. Zuvor war es zu einer Explosion gekommen. Die Feuerwehren hatten Probleme mit dem Nachschub von Löschwasser. Dennoch konnten sie 100 Rinder und das Wohnhaus retten.

Der 62-jährige Besitzer hatte das Endlager der Güllegrube befüllt. Diese Grube befindet sich unterhalb einer Lagerhalle, in der etwa 200 Heuballen und mehrere landwirtschaftliche Geräte gelagert waren.

Aus noch nicht bekannter Ursache kam es beim Befüllen und der Inbetriebnahme des Gülle-Rührwerkes zu einer stichflammenartigen Explosion. Der Mann versuchte den Großbrand noch selbstständig zu löschen, was jedoch erfolglos war. Daraufhin setzte er einen Notruf an die Feuerwehr ab.

Die Rauchsäule war weithin sichtbar. Die Feuerwehren Köttmannsdorf, Ludmannsdorf, Ferlach, Maria Rain, Wellersdorf, Wurdach und Viktring-Stein/Neudorf rückten an. Nach ihrem Eintreffen hatten sie große Probleme, an Löschwasser zu kommen. Einsatzleiter Oswald Murisciano: „Wir mussten das Wasser im Pendelverkehr aus Köttmannsdorf holen.“ 

„Sogar benachbarte Swimmingpools entleert“
Um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern, schafften die Einsatzkräfte die Heuballen mittels Kran aus der Grube und löschten sie auf einem benachbarten Feld. Aus dem Wirtschaftsgebäude konnten etwa 100 Blondvieh-Rinder geborgen werden. Der Kommandant der Feuerwehr Köttmannsdorf: „Wir haben sogar benachbarte Swimmingpools entleert, um genügend Löschwasser zu haben, damit wir die Tiere rechtzeitig aus den Flammen holen konnten.“ 

Der Landwirt wurde leicht verletzt. Seine Hand und seine Haare hatten Feuer gefangen. Auslöser des Brandes war vermutlich entzündetes Methan, das beim Güllepumpen entstanden war.

 Kärntner Krone
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