18.08.2020 13:24 |

Exchange Traded Funds

ETF-Sparpläne für langfristigen Vermögensaufbau

Exchange Traded Funds sind börsengehandelte Fonds. Sparpläne, die auf ETFs basieren, zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei geringen Kosten eine hohe Diversifikation des Kapitals bieten. Anleger können damit Vermögen aufbauen, indem sie von der Entwicklung der Finanzmärkte profitieren. Je nach persönlichen Vorlieben besteht die Möglichkeit in sichere ETF-Sparpläne zu investieren oder in risikoreichere. Die sicheren Sparpläne basieren auf Anleihen, während die risikoreicheren Aktien-ETFs als Basis für den Kapitalaufbau nutzen. 

Wie funktionieren ETF-Sparpläne?
Schon mit einem geringen Betrag von 50 Euro monatlich ist es möglich, nachhaltig Kapital mit einem ETF-Sparplan aufzubauen. Bei einem ETF handelt es sich um einen Fonds, der aus vielen Wertpapieren besteht. Dadurch ist das Kapital der Anleger breit gestreut. Dabei gibt es keinen Fondsmanager, der die Exchange Traded Funds aktiv verwaltet. So entstehen für den Anleger nur sehr geringe Kosten. Diese passive Verwaltung der Fonds ist trotzdem kein Nachteil, denn Wertverluste sind durch die starke Diversifikation unüblich.

Anleger zahlen jeden Monat einen von ihnen selbst festgelegten Betrag in ihren Sparplan ein. So bauen Sie sich mit der Zeit Kapital auf. Dazu profitieren sie von der Wertentwicklung des Fonds. Abhängig von den persönlichen Vorlieben sind diese Sparpläne mehr oder weniger risikobehaftet.

Wer bietet ETF-Sparpläne an?
Die großen Banken und viele Broker haben ETF-Sparpläne in ihrem Portfolio. Bei der Auswahl des Anbieters sind die Kosten für den Kauf der ETFs wichtig. Manche Banken erheben einmalige Gebühren für den Abschluss eines ETF-Sparplans, manche verzichten auf die Provision. Das gilt besonders für Onlinebanken und reine Onlinebroker. Die jährliche Verwaltungsgebühr ist ebenfalls von Anbieter zu Anbieter sehr verschieden.

Wie läuft der Abschluss eines EFT-Sparplans genau ab?
Als Erstes muss der Anleger sich einen passenden ETF-Sparplan auswählen, der seinen Risikopräferenzen entspricht. Im zweiten Schritt legt er eine Summe fest, die er monatlich in den Sparplan einzahlt. Dieser Betrag ist bei den meisten Banken flexibel und lässt sich auch nachträglich anpassen. Ist der passende Sparplan gefunden, ist eine Bank oder ein Broker notwendig, der diesen ETF-Sparplan möglichst kostengünstig anbietet. Der dritte Schritt ist schließlich ein Depot bei der Institution zu eröffnen, die den gewünschten ETF-Sparplan am günstigsten anbietet.

Welche Fonds stehen dabei zur Auswahl?

  • Ein ETF aus Rentenfonds besteht aus sicheren Anleihen mit einem festen Zinsertrag. Die Wertentwicklung dieser Fonds ist relativ schwach, dafür jedoch sehr konstant.
  • Viele ETFs bestehen aus Aktien, die vergleichsweise sicher sind. Dadurch, dass der Fonds das eingezahlte Kapital in viele hundert oder sogar tausend Aktien investiert, ist der Fonds ausreichend diversifiziert. Hier ist die Wertentwicklung nicht konstant. Allerdings ist sie langfristig höher als bei einem Rentenfonds.
  • Es gibt auch ETF-Sparpläne, die aus Mischfonds bestehen. Der Fondsmanager investiert das Geld in sichere Anleihen und auch in spekulative Aktien.

Welche Renditeerwartung haben ETFs?
Viele Anleger scheuen das Risiko, ihr Geld in ETF-Sparpläne zu investieren, die auf Aktien basieren. Die Angst ist groß, das hart erarbeitete Geld am Aktienmarkt zu verlieren. Allerdings sind diese Sorgen unbegründet. Die Wertentwicklung von ETF-Sparplänen, in die über 15 Jahre monatlich 100 Euro eingezahlt wurden, ergeben sich monatliche Renditen von mehr als fünf Prozent jährlich. Mit Einzelinvestitionen, Festgeld oder Anleihekäufen sind solche Renditen kaum denkbar.

Für wen sind ETF-Sparpläne geeignet?
Jeder Anleger sollte Aktien in seinem Portfolio haben. Nicht jeder Anleger kann jedoch sein Portfolio so stark diversifizieren und in zehn oder 15 verschiedene Wertpapiere investieren. Gerade für Kleinanleger sind deshalb ETF-Sparpläne so interessant. Das Kapital ist in viele hundert Wertpapiere gestreut, der Anleger selbst muss sich aber nur um die Einzahlung in ein einziges Finanzprodukt kümmern. Dabei ist zu bedenken, dass der Anlagehorizont für einen ETF-Sparplan bei zehn bis 15 Jahren liegt. Diese Anlageform ist nur für Geld geeignet, das in dieser Zeitspanne nicht für etwas anderes notwendig ist.

Der langfristige Anlagehorizont ist vor allem für die Altersvorsorge interessant. Damit können sich Anleger mit Beträgen von 50 bis 200 Euro monatlich einen Kapitalstock aufbauen, und sich am Ende einen langersehnten Traum erfüllen.

Geeignete Indizes für einen ETF-Sparplan
Bei Banken und den verschiedenen Brokern sind unglaublich viele ETF-Sparpläne im Angebot, die sich mehr oder weniger stark unterscheiden. Besonders bei mehreren ETFs für ein diversifiziertes Portfolio sind normale Kleinanleger schnell überfordert.

  • Für den nachhaltigen und sicheren Vermögensaufbau sind international angelegte Indexfonds besonders gut geeignet, wie der MSCI World. Mit einer solchen Anlage ist das Kapital der Anleger über verschiedene Unternehmen, Branchen und Wirtschaftsräume gestreut.
  • Stoxx Europa 600 ist ein weiterer interessanter Index, der die 600 größten Konzerne Europas umfasst, die überwiegend in der Schweiz und Großbritannien ansässig sind. Dieser reine Aktien-ETF hat sich in den letzten Jahren sehr gut entwickelt.
  • MSCI EMU ist ein Index, der ausschließlich Unternehmen umfasst, die aus dem Euro-Raum stammen. Die meisten Wertpapiere in diesem Index stammen aus Frankreich und Deutschland.

Vorteile für Sparer
ETF-Sparpläne sind für Sparer attraktiv. Sie investieren in kostengünstige Finanzprodukte. Das investierte Geld ist breit gestreut in hunderte Aktien angelegt. Dadurch ist ein Kapitalverlust so gut wie ausgeschlossen. Wer einen Blick auf die großen ETFs wirft, stellt schnell fest, dass die Renditen häufig bei über fünf Prozent liegen. Zudem sind diese Sparpläne sehr flexibel und bei vielen Banken erhältlich.

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