18.08.2020 10:16 |

Universell einsetzbar

Russland erforscht Corona-Impfstoff für Katzen

Nachdem Russland vergangene Woche einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus für Menschen zugelassen hatte, entwickeln russische Wissenschaftler nun ein Medikament, das auch Hauskatzen vor dem Erreger schützen soll. Der Impfstoff wird zwar primär für Nerze entwickelt, da es einige Ausbrüche in Pelzfarmen gegeben hatte - die russische Veterinär-Behörde Rosselkhoznadzor ist laut einem russischen Medium jedoch überzeugt, dass das Interesse von Haustierbesitzern ebenfalls groß sein wird.

Erst vor einer Woche gab Russland bekannt, dass es einen Impfstoff für Menschen für die breite Verwendung zugelassen habe - und sich damit Kritik zugezogen, Sicherheitsstandards zu vernachlässigen. Staatschef Wladimir Putin zeigte sich in sozialen Medien jedoch überzeugt von dem neuen Medikament. Das Staatsoberhaupt gilt als äußerst tierlieb.

„Der Impfstoff wird primär für Nerze benötigt“
Trotz der harschen internationalen Kritik an der eiligen Zulassung wird schon an einem weiteren Medikament geforscht. „Wir arbeiten an der Entwicklung eines Impfstoffs für Tiere gegen die neue Coronavirus-Infektion“, erklärte der Chef der Behörde Rosselkhoznadzor, Sergey Dankvert, gegenüber dem russischen Medienunternehmen RBK. „Der Impfstoff wird primär für Nerze benötigt - diese übertragen das Virus schnell aufeinander“, so der russische Chefveterinär. In den Niederlanden übertrugen die Tiere den Erreger auch auf Menschen, nachdem sich das Virus in Pelzfarmen ausgebreitet hatte.

Bei entsprechender Nachfrage ist Impfstoff auch bei Haustieren einsetzbar
In Russland gibt es etwa 100 Nerzfarmen - die Pelzindustrie ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor. „Die Menschen werden auch Haustiere impfen wollen - zum Beispiel Katzen, die sich eine Coronavirus-Infektion zuziehen können“, ist Dankvert überzeugt. Wenn es eine Nachfrage gebe, werde es den Impfstoff auch in Tierkliniken geben.

Der Impfstoff werde universell für alle Tiere einsetzbar sein, die für die Krankheit anfällig sind, erklärte der Chef der Behörde. Vorerst sei es aber notwendig, die erforderlichen Sicherheitsstudien durchzuführen und seine Wirksamkeit sicherzustellen.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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