12.08.2020 11:14 |

91 Neuinfektionen

Krisenstab ortet höheres „Grundrauschen“ in Wien

In Wien sind in den vergangenen 24 Stunden gleich 91 neue Coronavirus-Fälle hinzugekommen. Damit steigt die Gesamtzahl der nachweislich infizierten Personen auf 5746, teilte der medizinische Krisenstab der Stadt am Mittwoch mit (Stand: 8 Uhr). Die hohe Zahl an Neuerkrankungen wird mit der überdurchschnittlich hohen Zahl an gemeldeten Befunden an diesem Tag (2760) begründet.

Sieht man sich die Zahl der positiven Befunde pro 100 Tests an, so ergibt sich sogar ein vergleichsweise niedrigerer Tageswert für den August. Das Spektrum reichte in diesem Monat dabei von 0,9 positiven Befunden pro 100 Tests (5. August) bis hin zu 5,5 positiven Befunden pro 100 Tests (8. August). Für den 11. August, für den nun die Auswertung vorliegt, ergibt sich ein Wert von 3,3 positiven Befunden pro 100 Tests.

Steigende Tendenz bei Reiserückkehrern
Was die Ansteckungen anbelangt, so hat sich die Situation kaum geändert: Die meisten Infektionen bis dato im August fanden innerhalb der Familie bzw. des Haushalts (47,7 Prozent) statt. Dann folgten Infektionen am Arbeitsplatz (20,6 Prozent) sowie Infektionen von Reiserückkehrern (8,7 Prozent). Bei der letztgenannten Gruppe stellte der Krisenstab allerdings eine steigende Tendenz fest.

Stetig, nicht exponentiell
Derzeit gebe es keinen exponentiellen, aber einen stetigen Anstieg, kommentierte der Krisenstab die aktuelle Lage. Das „Grundrauschen“ werde höher, sei aber nicht an einem Cluster festzumachen. Auch Reiserückkehrer hätten auf die Statistik Einfluss, aber nicht allein. „Menschen sind wieder mobiler und aktiver - auch zwischen den Bundesländern. Im sogenannten Lockdown hatte eine positiv getestete Person deutlich weniger enge Kontaktpersonen als jetzt nach den Lockerungen.“

Für den medizinischen Krisenstab ist die Entwicklung nicht überraschend, sondern erwartbar, wie es hieß. Durch schnelles Contact Tracing sollen kleine Cluster schnell eingedämmt werden. „Im Juli konnte bei 97,3 Prozent der Fälle die Infektionsquelle nachvollzogen werden.“

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