09.08.2020 09:07 |

Nach Banken-Skandal:

Kunden wollen mehr Beratung

Der Skandal um die Commerzialbank hat viele Menschen im Bezirk Mattersburg erschüttert, gleichzeitig aber gezeigt, dass es mit der Einlagensicherung ein gut funktionierendes Sicherheitsnetz gibt. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass das Vertrauen der Kunden in das Bankwesen nicht zu sehr gelitten hat.

Mauro Maschio, Vorstand der Privatkundenbank bei UniCredit Bank Austria, ortet jedenfalls keinen Vertrauensverlust der Sparer. „Wir konnten keinen Anstieg bei den Bargeldabhebungen verzeichnen.“ Auch Bank Burgenland und Raiffeisen geben an, keine vermehrten Behebungen festgestellt zu haben. „Wir sehen dies als Bestätigung unserer umsichtigen Geschäftspolitik, deren Fundament die professionelle Beratung durch unsere Mitarbeiter ist“, meint der Generalbevollmächtigter der Raiffeisenlandesbank Rudolf Suttner.

Eine gewisse Verunsicherung sei dennoch spürbar, berichtet Claus Preininger, der bei der Bank Burgenland für Privat- und Geschäftskunden verantwortlich ist. „Das äußert sich in unseren Filialen in vermehrten Anfragen zum Thema Einlagensicherung, gleichzeitig wird die Stabilität der Banken mehr hinterfragt als früher“, so Preininger. Er sieht auch eine positive Seite: „Der gute alte Hausverstand, demgemäß höhere Zinsen auch mit einem höheren Risiko einhergehen müssen, gewinnt wieder an Bedeutung.“

Wirtschaftlich gesehen, gilt unterdessen: „Des einen Leid, des anderen Freud.“ Nicht nur die Bank Austria begrüßte viele neue Kunden in den Bezirken Mattersburg und Eisenstadt. Zur Bank Burgenland wechselten 1400 frühere Commerzialbank-Sparer. Bei Raiffeisen wurden in den ersten Tagen sogar mehr als 3500 neue Konten eröffnet.

Ch. Miehl, Kronen Zeitung

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