31.07.2020 14:19 |

Aussage veröffentlicht

Giuffre: Bill Clinton war auf Epsteins Sex-Insel

Der Fall um den mittlerweile verstorbenen Kinderschänder Jeffrey Epstein dehnt sich immer weiter aus. Nun enthüllen erst kürzlich veröffentlichte Gerichtsdokumente, dass die Zeugin Virginia Giuffre ausgesagt habe, dass sie den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton mit „zwei jungen Mädchen aus New York“ auf Epsteins privater Sex-Insel in der Karibik gesehen haben will. Bereits 2015 hatte die - mittlerweile nicht mehr bestehende - Internet-News-Plattform „Gawker“ Flug-Logbücher von Epsteins Privatjet veröffentlicht, aus denen hervorging, dass Clinton mindestens elf Flüge mit der als „Lolita-Express“ bezeichneten Boeing 727 unternommen haben soll.

Laut dem US-Nachrichtenmagazin „Newsweek“ soll Giuffre, prominentestes Opfer im Missbrauchsskandal rund um den Epstein, auch während einer Zeugenbefragung ausgesagt haben, dass der US-Multimillionär ihr gegenüber erwähnt habe, dass Clinton ihm einen Gefallen schuldig sei. „Er sagte mir jedoch nie, was für Gefallen das waren“, wird Giuffre in dem Artikel zitiert. Die Aussagen aus der Zeugenbefragung von Giuffre stammen aus dem Jahr 2011, wurden jedoch erstmals am Donnerstag öffentlich gemacht.

Regelmäßige Sex-Orgien auf Privatinsel
Auch auf die Frage, ob Sex-Orgien auf der Privatinsel in der Karbik eine „regelmäßige Sache“ gewesen seien, antwortete die Zeugin in dem Sex-Skandal um Epstein und die kürzlich verhaftete Ghislaine Maxwell mit „Ja“. Auf Epsteins privater Karibikinsel soll es immer wieder zu Vergewaltigungen von teilweise minderjährigen Mädchen gekommen sein. Erst am Donnerstag hatte der ehemalige Butler von Epstein ausgesagt, dass Maxwell gemeinsam mit ihrem damaligen Freund über Jahre Nacktfotos von teilweise minderjährigen Mädchen angefertigt habe.

Gemeinsame Flüge von Epstein, Maxwell und Clinton
Im Jahr 2002 war Clinton gemeinsam mit Epstein und den Schauspielern Kevin Spacey und Chris Tucker auf einer Tour durch Afrika im Zusammenhang mit der Clinton Foundation. Bei der Gelegenheit hatte Epstein Clinton als den „großartigsten Politiker der Welt“ bezeichnet. Bei allen elf Flügen, die Clinton mit Epstein unternommen haben soll, war laut den Flug-Logbüchern auch Maxwell mit an Bord des „Lolita-Express“, genauso wie Epsteins Assistentin Sarah Kellen, die wie Maxwell beschuldigt wird, als Zuhälterin in Epsteins Auftrag minderjährige Mädchen für ihn beschafft zu haben.

Auf mehreren Flügen wurden weibliche Passagiere lediglich mit ihrem Vornamen oder dem simplen Vermerk „weiblich“ angeführt. In einem Statement der Clinton Foundation aus dem Jahr 2019 hieß es, dass Clinton „nichts über die schrecklichen Verbrechen weiß“, zu denen Epstein sich schuldig bekannt hatte. Nach Epsteins Tod 2019 hatte unter anderem US-Präsident Donald Trump die Theorie befeuert, dass die Clintons etwas mit dessen Tod zu tun haben könnten.

Martin Grob
Martin Grob
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