Viele zogen früher aus

Auch Studentenheime sind in Corona-Not

Von Juli bis Ende dieses Jahres müssen Studentenheime statt zehn nur fünf Prozent Umsatzsteuer berappen. Die Studenten haben davon zwar nichts, in der Krise wurde jedoch vielerorts auf Kulanzlösungen gesetzt.

 „Wir geben die Senkung nicht an die Studenten weiter. Ich denke, man wird auch niemanden finden, der das tut“, sagt Florian Huemer von STUWO AG – die in Oberösterreich ein Heim in Lambach betreibt und im Herbst in der Altenbergerstraße in Linz ein weiters eröffnet. Dem ist auch wirklich so. Fünf Linzer Heimbetreiber gaben an, dass die Miete für Studenten nicht billiger werden. Auf Anfrage teilte ein Sprecher des Finanzministeriums mit: „Es liegt grundsätzlich im Ermessen des Unternehmers, ob er die Preise reduziert.“

„Wir haben Studenten früher ausziehen lassen“
Die Heimträger hatten auch mit der Corona-Krise zu kämpfen, da viele Studierende ihre Verträge kündigten, weil ab Mitte März an den Unis und Fachhochschulen keine Vorlesungen stattfanden. Trotzdem fand man für die Studenten meist eine Lösung. „Es wird weiterhin Kulanzlösungen brauchen, welche wir den Bewohnern auch schon im Frühjahr zugestanden haben“, sagt Irene Aichinger, Chefin des OÖ Heimbauverein. Sie hat für beide Seiten Verständnis: „Ausländische Studenten wollten nach Hause, andere haben Nebenjobs verloren. Wir haben Studenten, trotz Vertrags, früher ausziehen lassen oder die Miete gesenkt. Wir haben unseren sozialen Auftrag erfüllt. Andere Heimträger, die sich auf Verträge berufen, haben trotzdem korrekt gehandelt.“

Viele ausländische Studenten reisten nicht an
„Die letzten Monate waren gar nicht lustig“, sagt Peter Seiringer, Chef des Studentenwerks Linz. Studierende aus anderen Ländern reisten früher ab und viele von diversen Austausch-Programmen reisten erst gar nicht an. Bei einem Ausländeranteil von 40 Prozent aller Mieter im Studentenwerk ist das für ihn ein herber Schlag.

 OÖ-Krone
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Samstag, 08. August 2020
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